Mittwoch, 30. Januar 2008

Endstation

..., eigentlich nicht wirklich, aber wir befinden uns am offiziellen Ende der Welt, in der suedlichsten Stadt der Welt, in Ushuaia, Argentinien!
In Puerto Natales haben wir noch zwei sehr schoene Tagestrips in den Torres del Paine gemacht. Am ersten Tag eine Busfahrt zu ein paar schoenen Ecken des Parks und zwei kleine Spaziergaenge zu einem Wasserfall und einem Aussichtspunkt das Glaciar Grey (schon wieder ein Gletscher), der Park ist riesig und ueberall stehen Guanacos (Lamas) und rennen Fuechse rum, leider haben wir keine Pumas gesehen. Am zweiten Tag haben wir dann einen Trek zum Aussichtspunkt der Torres gemacht, auch sehr schoen, aber etwas anstrengend. Leider haben sich meine Knie noch nicht wiedr regeneriert und ich habe beschlossen, das wandern sein zu lassen!
Von Puerto Natales sind wir dann wieder ueber die Grenze nach Argentinien gefahren und sind jetzt seit Freitag Abend hier in Ushuaia. Auf dem Weg hat es sich teilweise echt angefuehlt, wie am Ende der Welt, der Himmel war sehr bewoelkt und somit hat man nicht wirklich nen Unterschied zwischen Himmel und Horizont im Meer gesehen, sah sehr beeindruckend aus. Ushuaia ist umgeben von Bergen und auf der einen Seite dem Beagle Kanal. Eigntlich regnet es hier immer und ist kalt, aber wie immer bis jetzt haben wir so verdammtes Glueck, dass die Sonne fast immer scheint und es nur ganz wenig (ausser letzte Nacht sehr ausgiebig) regnet. Leider hatte ich hier nicht so einen guten Start. Am ersten Abend waren wir noch was essen und dann in einem Irish Pub mit zwei anderen deutschen, die wir in El Chalten kennengelernt haben und die uns irgendwie immer wieder zu folgen scheinen! Ich hab dann den Abend spontan abgebrochen, nachdem mir schlecht war, ich hab mich auch die halbe Nacht noch uebergeben (NEIN, ich habe keinen Alkohol getrunken!). Also hab ich mich hier die letzten Tage etwas erholt. Vorgestern waren wir reiten und haben sehr schoene Aussichten ueber den Beagle Channel nach Chile rueber (woch auch in Wirklichkeit die suedlichste Stadt bzw. Dorf der Welt liegt, die vermarkten das nur nicht, is auch nur ein Fischerdorf) genossen. Heute waren wir auf einem Berg mit einer wahnsinns Aussicht ueber die Stadt und den Kanal! Da hab ich auch beschlossen, das wandern die naechste Zeit sein zu lassen, nix fuer meine alten Knie mehr!
Aber jetzt steht eh erstmal Citytour Buenos Aires an. Morgen fliegen wir nach Buenos Aires und hoffen, dass die Preise dort wieder etwas an unser Budget (das eigentlich schon lange gesprengt ist) angepasst sind. Montag sind wir dann an den Foz de Iguazu und dann gehts weiter in andere kulturelle Regionen wie Asuncion, Sucre, Salar de Uyuni, La Paz, Lago Titicaca, Cuzco, Machu Pichu und keine Ahnung, je nachdem, wie schnell uns die oeffentlichen Verkehrsmittel da oben von Ort zu Ort bringen. Dies wird nicht gerade durch die Regenzeit beguenstigt. Mal sehen, wo´s uns noch hintreibt, bis jetzt hatten wir auf jeden Fall eine super Zeit!

Dienstag, 22. Januar 2008

Back in Chile

Seit heute Nachmittag sind wir wieder in Chile, in Puerto Natales, der naechste Ort vor dem Parque Nacional Torres del Paine.
Die letzten Tage haben wir uns sportlich etwas mehr betaetigt. Wir sind von El Calafate aus nach El Chaltèn in den Parque Nacional Los Glaciares gefahren und haben dor drei Tage verbracht. Ein kleiner Ort, voll von Backpackern, Campern und Bergfanatikern, der fuer jeden etwas zu bieten hat, 99% der Aktivitaeten ist Wandern in allen Schwierigkeitsgraden. Am ersten Tag haben wir zum "Warmlaufen" eine ca. 8 stuendige Tour gemacht. Zum Mirador des Cerro Fitz Roy und zu einem Gletscher mit einem kleinen See, sehr idyllisch, aber schon ein wenig anstrengend fuer untrainierte Beine wie meine, ausserdem konnte ich vor Knieschmerzen am Abend und am naechsten Tag fast nicht mehr laufen, also haben wir am naechsten Tag einen eher netten Spaziergang zu einem Wasserfall gemacht, dass wir fuer die eigentlich wichtigste Tour fit sind. Fast ohne Knieschmerzen sind wir am dritten Tag dann mit einer gefuehrten Tour morgens um 7 Uhr zum Mirador des Cerro Torre und einem Gletscher gelaufen und haben einen Trek in den Gletscher gemacht! Sehr cool! Hat sich auf jeden Fall gelohnt! Abends um 8 Uhr waren wir wieder im Ort, also ein ausgefuellter Tag! (Fotos kommen noch)http://www.todocalafate.com/elchalten_fitzroy.php
Ich muss sagen, mit dem Wetter hatten wir bis jetzt sehr viel Glueck, wir konnten alles machen, was wir uns vorgenommen hatten und eigentlich immer bei Sonnenschein! Hoffentlich haelt das noch eine Weile!
Morgen werden wir dann eine Tagestour in den Torres del Paine machen (als chilenischer Student bekommt man sogar Ermaessigung beim Eintritt, $ 4.000 statt $ 14.000). Bin sehr gespannt!

Mittwoch, 16. Januar 2008

Relajar en El Calafate

Nach ca. 24h on the road im Bus (sehr dekadent Cama, also fast wie Businessclass im Flugzeug, mit Rotwein zum Abendessen) ueber Rio Gallegos sind wir jetzt seit Sonntag Abend in El Calafate. Hier werden die Tage immer laenger (die Sonne geht gegen 23 Uhr unter) und die Preise immer hoeher.
Eigentlich ist hier auch gar nix los. El Calafate ist ein kleiner touristischer Ort am Parque Nacional Los Glaciares. Am Montag haben wir eine Tour zum Gletscher Perito Moreno (der kleinste, aber bekannteste) gemacht, mit einer Bootsfahrt und dem ueblichen Getuemmel am Aussichtsbalkon. Ist schon gigantisch so ein Gletscher, das Eis schimmert in allen moeglichen Blautoenen.
Leider ist das Internet hier im Sueden sehr langsam (laeuft noch ueber eine Satellitenverbindung), drum wuerde es Jahrhunderte dauern, die Bilder hochzuladen. Sobald wir wieder irgendwo mit "normaler" Verbindung sind, werde ich das natuerlich nachholen!
Ansonsten gibt es hier nicht so viel zu machen, es ist sehr windig, die Temperaturen sinken auch langsam und die angebotenen Touren, z.B. Wanderung in den Gletscher, sind so unverhaeltnismaessig teuer, dass wir hier zwei Ausruhtage einlegen und morgen weiterfahren nach El Chaltèn und zum Parque Nacional Fitzroy, angeblich genauso beeindruckend wie Torres del Paine in Chile, nur viel guenstiger, weil man direkt vom Ort aus loswandern kann und keine Parkeintrittsgebuehren bezahlen muss. Trotzdem werden wir natuerlich danach nach Puerto Natales und Torres del Paine fahren, ein Muss, wenn man schon in Chile ist!
Also wird heute noch ein bisschen die schoene Atmosphaere in unserem Hostel mit Billiardtisch, Couchecke, Bar und superschoenem Blick ausgenutzt und morgen fahren wir dann weiter!

Freitag, 11. Januar 2008

Don´t cry for me Argentina...

So, jetzt muss ich Euch endlich mal wieder updaten (was grad nicht so einfach ist, weil die Tastatur hier im Locutorio in Puerto Madryn, Argentina, recht sch... ist).
Seit 2,5 Wochen sind wir nun unterwegs, ich versuch mal, das ganze chronologisch hinzubekommen!
Los gings am 25. Dezember, abends um 21.45 vom Busterminal in Santiago, Nachtfahrt nach Villarrica, in der Region Los Lagos in Chile. Dort haben wir morgens um halb acht unser sehr cooles Hostel einer schweizer Familie bezogen und dann gings los. Erst ein bisschen Staedtchen erkunden, sehr klein, aber sehr nett und dann haben wir eine kleine Mountainbiketour gemacht. Abends kam dann gleich das erste Highlight. Da ja in Chile ueberall Vulkane sind, gibt es auch fast ueberall irgendwelche heissen Termen, sehr entspannend, nachts unter Sternenhimmel eine nette Einstimmung auf die 2 monatige Reise. Auf der Rueckfahrt um 12 Uhr nachts hab ich die ganze Zeit geschlafen.
Am naechsten Tag haben wir dann das ueberall angepriesene Canopy getestet, war sehr spassig, an Seilen ueber Schluchten und durch Baeume "fliegen". Und dann haben wir uns ne Weile an den Strand am See gelegt und uns fuer das groesste Abenteuer in der Ecke vorbereitet: die Vulkanbesteigung. Der Villarrica ist ca 2800m hoch und ein rauchiger Vulkan. Also sind wir mit einer Gruppe und noch gefuehlten 1000 anderen Touris da hochgelatscht, schon bisschen anstrengend so im Schnee hochzustiefeln. Aber hat sich definitiv gelohnt, auch wenn oben die Luft durch den ganzen Schwefeldampf zeitweise recht duenn wurde!! Runter gings dann auf dem Hintern, unten waren wir alle klitschnass!!
Am naechsten Tag gings weiter Richtung Sueden nach Valdivia, ein sehr ruhiges kleines Staedtchen, wo wir sehr gemuetlich mit einem Asado (Barbecue) im Hostel Silvester gefeiert haben. In Valdivia gibt es wohl sehr viele Deutsche, die irgenwann 1850 oder so ausgewandert sind, leider haben wir keinen getroffen, aber Brauerei Kunstmann, wohl das beste Bier Chiles, gebraut nach Bayerischem Reinheitsgebot, eine kleine Bierprobe konnten wir uns natuerlich auich nicht entgehen lassen. Danach hab ich noch eine leckere Sachertorte gegessen.
An Neujahr mussten wir recht frueh aufstehen, weil wir uns zu spaet um einen Bus gekuemmert hatten, und die am Nachmittag waren demnach schon ausgebucht, also gings etwas verschlafen weiter nach Puerto Varas, wo ich ja ca 3 Wochen vorher mit Johanna schonmal war. Wir haben nochmal die Saltos angeschaut und sind nach Frutillar gefaren, wo es dann schon etwas deutscher aussah, also halt aehnlich wie im Schwarzwald von der Architektur. Wir waren in einem deutschen Museum, sehr witzig, sah irgendwie aus wie bei Oma mit einem sehr schoenem Blick auf den Lago Llanquihue.
Von Puerto Varas aus gins dann ueber die Anden nach Argentinien. Der erste Stop war fast irreal aussieht, wir vermuten, die haben Pappwaende ringsrum aufgestellt und Bilder draufgemalt! Die Stadt selber hat was von Disneyland mit sehr vielen Schokolaeden, angeblich die beste Schokolade Argentiniens. War schon sehr lecker!!!! Ausser Schokolade Essen waren wir noch ein wenig wandern, haben sehr leckeres Curanto gegessen (Loch im Boden, heisse Steine und viel Essen: Fleisch, Wuerste, Kartoffel, Suesskartoffel, Karotten, Kuerbis, Mais und Kaese; das wird dann mit Blaettern und Zweigen und Decken und ganz oben drauf Erde abgedeckt und bleibt dann ca 1,5h da drin, dann wird das wieder aufgedeckt und schmeckt superlecker), und sind auf einen Cerro gefahren und haben die gigantische Aussicht nochmal von oben betrachtet!
Seit 4 Tagen sind wir jetzt in Puerto Madryn, an der argentinischen Atlantikkueste ca 1300km suedlich von Buenos Aires. Hier is eigentlich echt schoen, also Meer und viele tolle Tiere, wie Delfine, Seeloewen, Seeelefanten und suesse Pingine, die einem so zwischen den Beinen rumlaufen, Guerteltiere und Guanacos, um mal die zu nennen, die wir gesehen haben . Leider haben wir keine Wale gesehen! Aber vom Tourismus haben die hier nicht so viel Ahnung, Preise sind ueberteuert und Service braucht man auch nicht so viel erwarten. Aber die Tiere sind schon cool!
Hier bleiben wir noch eine Nacht und morgen gehts weiter in den Sueden nach El Calafate zu den Gletschern.

Also Ihr seht, dass es mir grad nicht schlecht geht und es hier einiges zu sehen gibt.