Freitag, 31. August 2007

ein paar Unterschiede

Ich muss jetzt hier doch mal ein paar Dinge erläutern, an die ich mich teils schwer, teils etwas leichter gewöhne.
Die Chilenen sind ganz groß im Nummern ziehen, soll heißen, dass fast überall, wo man hingeht, mus man eine Nummer ziehen, so wie man es bei uns in größeren Ämtern kennt. Also, wenn ich in eine Drogerie oder Farmacia gehe, muss ich einmal abreißen, sogar, wenn ich nur bezahlen will!!!
An was ich mich schon eher gewöhnen kann, ist, dass im Supermarkt fast immer zwei (oder sogar drei!!) Leute an der Kasse stehen, wovon einer (oder in manchen Fällen zwei) die gekauften Sachen in Tüten packt. Die packen aber auch nur mal 2 Sachen in eine, also rennt man dann mit vielen Tüten aus dem Supermarkt!
Es gibt aber auch eine Sache, an die kann ich mich bestimmt nie gewöhnen. In öffentlichen Toiletten, besonders bei uns an der Uni, hängt das Klopapier nicht im Klo, wo man es benötigt, sondern vorm Klo, also muss man immer zuerst Klopapier abreißen, dann reingehen und.... Was noch schlimmer ist, man darf das Klopapier nicht ins Klo werfen (ich weiß, bissl eklig, aber is so), sondern in nen Eimer daneben. Am Anfang hab ich mich immer gewundert, wieso die Eimer so voll sind!
Sehr viele Arbeitsplätze sind hier eigentlich Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, die Wirtschaftswissenschaftler unter uns Austauschstudenten sehen hier großes Potenzial für Personalreduzierung und Kostenminimierung ;-). An Baustellen gibt es beispielsweise eine Person, die das "Vorsicht" Schild hält, oder es gibt keine Parkautomaten am Straßenrand, sondern immer 2-3 Leute, die abkassieren und einweisen...

Ich glaub, das waren mal so die grundlegenden Dinge, die mir bis jetzt aufgefallen sind, ach so, und die Chilenen sind auch echt langsam oder vielleicht einfach nur relaxter, man weiß es nicht :-)!

Donnerstag, 30. August 2007

So dies und das...

Heute war ein total schöner sonniger und sehr warmer Tag:


Man könnte fast meinen, der Winter sei vorbei, wenn nicht die weißen Anden noch zum Skifahren einladen würden :-)! Was wir auch jetzt endlich nächsten Freitag machen werden, das ausgefüllte Anmeldeformular mit 10 Namen (die man mindestens braucht, um das Supersonderangebotsstudentenspecial zu bekommen, für 24.000clp, ca 40 € Fahrt nach El Colorado, Skiausrüstung, Skipass und Snack) liegt neben mir!

Diese Organisation an der Uni macht mich langsam wahnsinnig, die sind ja alle echt nett, aber die chilenische Gelassenheit fehlt mir definitiv noch! Am Dienstag hab ich beschlossen, doch noch Kurse zu tauschen, weil man gesagt hat, dass man die Präsentationen und Unterrichtsbeteiligungen (die für eine Note notwendig sind, incl. Fragen nach einer Präsentation!!) in Marketing I auch auf englisch machen darf. Ich hab meine Zweifel geäußert, dass ich das ganze auf spanisch dieses Semester wohl nicht hinkriege. Catalina, die nette Dame, die für uns Austauschstudenten zuständig ist, meinte dann erstmal auf meine Frage, was denn passiere, wenn ich durchfalle, dass es doch überhaupt keinen Unterschied mache, ob ich nun durchfalle oder den Kurs gar nicht mache, deswegen könnte ich ihn doch gleich weglassen. Gut, das hatte ich ja verstanden, löste aber mein Problem nicht! Also hab ich beschlossen, lieber Marketing zu machen. Also war ich diese Woche nicht mehr in Fundamentos de la Administracion y Direccion de Empresas. Heute hat sie mir dann eröffnet, dass ich doch nicht mehr wechseln kann. Suuuper! Naja, mal sehen, hab ich halt ein paar Fehlstunden, hab ja "nur" 75% Anwesenheitspflicht!!!!

Ja wie gesagt, sonst war heute ein sehr schöner sonniger Frühlingstag, leider halt wie immer der Smog ab mittags.



Gestern waren in Santiago Streiks, kommt wohl öfter vor, läuft auch eigentlich überall recht friedlich ab, außer eben in Santiago. Wir waren auf dem Weg zur Uni in der Früh schon leicht irritiert, weil so wenig los war und wir nen Rekord von 40 Minuten aufstellten. Nachmittags waren diverse Metrostationen schon geschlossen, was aber erst auf dem Weg in die Stadt auffiel. Ich hab natürlich wieder gar nichts mitbekommen von den Wasserwerfern und Tränengasattacken, denn ich bin schon früh genug aus der Metro ausgestiegen.

Wenn wir unsere "Hausaufgabe" in Recursos Humanos morgen noch hinkriegen, fahren wir übers Wochenende vielleicht endlich mal weg. Der Plan ist Valparaíso und/oder Viña del Mar.

Sonntag, 26. August 2007

Es wird...

Seit Freitag wohnen noch zwei Deutsche hier im Hostel, die mit an der UDD sind. Für die beiden hab ich ein bisschen Tourguide gespielt, was ganz lustig war. Jetzt fühl ich mich wenigstens ein bisschen so, als hätte ich 'nen Plan, was hier so abgeht und wie was funktioniert!
Gestern Abend waren wir dann ein wenig unterwegs, erst bei irgendwelchen Leuten, dann bei ner Party, zu der einer dieser Leute hinmusste und dann sind wir noch nach Bellavista, wo wir eigentlich in nen Club sollten, wo der eine später auch hinwollte. Allerdings war dort geschlossene Gesellschaft, deshalb sind wir dann nachts um 2 zu viert (2 Mädels, 2 Jungs) durch die dunklen Straßen von Bellavista gelaufen. Ich muss zugeben, uns war allen nicht so wohl dabei, aber glücklicherweise wurde die Straßenbeleuchtung bald heller und es gab die ersten Kneipen und Discos. Wir haben uns dann für eine verratzte Kneipe entschieden und nen Pisco Sour bestellt! Ich glaub, um 5 war ich dann daheim!

In der Uni gehts wohl so langsam los. Ich bin ja schon froh, wenn ich ein wenig folgen kann, was der Prof erzählt, aber jetzt müssen wir im Tutorium zu Fundamentos de la Administración y Dirección de Empresas ne Präsentation halten am Donnerstag!! Eigentlich ne Gruppenarbeit, aber leider habe ich die Gruppeneinteilung verpasst, weil ich so einen Hunger hatte und nicht dachte, dass das Essen so lange dauert! Dummerweise hab ich noch keine Ahnung, was überhaupt das Thema ist! Ich hoffe, das kriege ich bald noch raus!

Am Donnerstag war ich bei der Wohnungssuche erfolgreich! Also ziehe ich dann Anfang September um! Ist zwar keine WG, sondern ein Zimmer in ner Wohnung bei einer Frau, aber dafür bietet es einige Vorzüge! Sie ist orgentlich und einmal die Woche kommt eine Putzfrau, ich hab ein eigenes kleines Bad, das recht neu ist, es gibt einen Balkon, in meinem Zimmer ist ein großes Bett und ein Fernseher. Im Haus ist Internetanschluss, ich hoffe mal, dass es auch WLan gibt, dann müsste ich mich nicht immer in den "Computerraum" setzen. Leider ist die Waschmaschine kaputt, d.h. ich muss halt immer in nen Waschsalon gehen. Zum Haus gehört eine Rezeption, die 24h besetzt ist. Wie im Hotel!
Ich hab die Wohnung jetzt mal bis Ende Dezember, dann kann ich mir während der Reise die Miete sparen. Mal sehen, ich hab ja keinen Mietvertrag unterschrieben, wenns mir nicht gefällt, kann ich ja wieder ausziehen.

Donnerstag, 23. August 2007

Mission "Visum"

In Deutschland hatte ich ja bereits beim Chilenischen Konsulat in München ein Studentenvisum für ein Jahr beantragt, was dort bereits ein ziemlicher Aufwand war (Amtsärztliches Attest, Polizeiliches Führungszeugnis, Kopie des Reisepasses, Passbilder, Antrag, Zulassungsbescheinigung der chilenischen Uni, Notarielle Erklärung der Eltern über finanzielle Abhängigkeit; das ganze musste dann persönlich gegen Abgabe des Fingerabdrucks in München abgeholt werden).
Wenn das erledigt ist, hat man 90 Tage Zeit, nach Chile einzureisen. Ab dem Einreisedatum muss man sich innerhalb 30 Tage bei der Extranjería melden. Dort wird nochmal ein Bild gemacht (das schrecklichste überhaupt), die ganzen Daten nochmal erfasst und ausgedruckt. Man muss sehr genau aufpassen, dass die Daten korrekt sind, sonst könnte es sein, dass man das ganze Prozedere nochmal durchmachen muss. Ach ja, und die wollen 800 pesos. Mit diesem Ausdruck und dem Pass und weiteren 3.500 pesos geht man dann zum Registrato Civil, das ist wieder in einem anderen Stadtviertel. Dort mussten wir dann erstmal ca. 1 Stunde warten. Es werden wieder alle Daten eingegeben, eventuelle Fehler der ersten Stelle entdeckt (was dazu führt, dass man wieder zur Extranjería muss und alles von vorne beginnt), nochmal ein Foto gemacht (diesmal ein besseres, das dann in den Ausweis kommt), die Unterschrift digital erfasst, ein digitaler Fingerabdruck gemacht UND Fingerabdrücke von allen 10 Fingern gemacht, das is ne Sauerei. Nach 1,5 Stunden waren wir dann alle fertig. Wir waren aber nur 3, die das das erste Mal gemacht haben, die anderen 6 (glaub ich) haben das schon zum zweiten Mal gemacht.
Am 7.9. dürfen wir dann unsere Ausweise abholen (wenn alles richtig war).

Montag, 20. August 2007

Eigentlich ist die letzten Tage nicht viel passiert, zumindest nichts Nenneswertes! Über die Uni kann ich ja noch nicht sooo viel sagen, da ich bis jetzt nur ein Fach hatte (Fundamentos de la Administración y Dirección de Empresas), der Prof scheint einen sehr netten Eindruck zu machen. Wir sitzen ca. zu 10 oder so drin, davon 3 Austauschstudenten, und ich versteh Brocken. Wenn wir einen sehr verwirrten Eindruck machen, erklärt er ein paar Begriffe und Situationen auf englisch. Solang er seinen Folien folgt, kann man schon viel verstehen, aber sobald er mit den anderen Studenten so redet und auch noch Witze macht, versteh ich nur noch Bahnhof. Im Ayudantía (Tutorium) wars ganz schlimm. Die Anne-Liese (eine Französin) und ich haben nichts, also gar nichts von dem verstanden, was er erzählt hat! Ein bisschen konnten wir folgen, da es zum Glück 'ne Powerpoint Präsentation gab. Aber die Aussprache war schrecklich. Die Chilenen lassen einfach ganze Silben weg, wenn sie sprechen, vorzugsweise jegliche "s", manchmal kommen Sätze komplett ohne ein "s". Klingt schon gut, aber man, also in dem Fall ich, tut sich halt sehr schwer, etwas zu verstehen.

Am Freitag hab ich kurzerhand beschlossen, den "Jumbo" zu suchen, also eine Supermarktkette, dort gibt es alles, in rauhen Mengen!!! Nachdem ich ja keinen passenden Block gefunden hatte, dachte ich mir, dass es sowas dort wohl geben wird! ABER, noch viel wichtiger, ich hab eine riesige Mall gefunden! Da gibt es wirklich alles! Sogar einen Esprit Shop :-)! Is eigentlich ja auch egal, ich hab ja kein Geld für sowas. Das bisschen, was mir bleibt, wird eisern gespart und fürs Reisen verbraucht! Schließlich bin ich ja deswegen hier, und halt zum Studieren ;-).

Die Wohnungssuche gestaltet sich auch nicht ganz so einfach, wie ich das dachte. Die größte Schwierigkeit ist aber nicht das Angebote Finden, sondern die E-Mails, in denen steht, dass man sich die Wohnung sehr gerne anschauen kann, aber man soll anrufen, wegen Terminabsprache *aaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhh*! Ich kann mich ja nicht mal mit jemandem unterhalten, wenn er vor mir steht, wie soll ich das denn bitte am Telefon machen??? Aber immerhin hab ich morgen schon einen Termin, vielleicht hab ich ja Glück und das ist gleich perfekt.

Hey, aber es gibt ja auch eine gute Nachricht :-): dieses oder nächstes Wochenende geh ich in die Anden Skifahren!!! Juhuu!! Es werden gerade Angebote verglichen, es gibt zum Glück ganz gute Angebote für Studenten.

Freitag, 17. August 2007

Es ist so kalt

Ich hatte mich ja inzwischen fast damit arrangiert, ich will nicht sagen angefreundet, dass man hier auch drinnen ne Jacke anhat (sogar in manchen Restaurants), aber ich wusste immer, wenn ich in mein kleines Zimmerlein in meinem Hostal in Providencia zurückkomme, kann ich meinen kleinen Gasofen anmachen und ich hab zumindest eine kurze Zeit ein bisschen Wärme. Aber gestern Abend ist einfach die Flamme ausgegangen. Somit sitz ich seit gestern Abend in der Kältekammer, ich würde gerne noch Handschuhe anziehen, aber dann kann ich nicht mehr tippen!
Aber zum Glück scheint ja die Sonne!
Es gibt nur einen Ort in Santiago der kälter ist und das ist die Mensa an unserer Uni! Man denkt, das Essen ist so warm, weil es dampft, wenn die die Töpfe aufmachen, das liegt aber nur daran, dass die Umgebungstemperatur so niedrig ist, dass sogar kaltes Essen dampft!

Telefonieren is auch so 'ne Sache, ich hab mir eine Telefonkarte für 2000 pesos gekauft, also 53 Minuten nach Deutschland, funktioniert auch vom Handy aus (steht drauf). Also hab ich daheim angerufen, ca 20 Minuten gesprochen und dann kam auf einmal der "kein Anschluss unter dieser Nummer"-tuut und eine von diesen tollen weiblichen Telefonautomatenstimmen hat gemeint, dass mein Handy für solche Gespräche nicht freigeschaltet ist. Fällt denen früh ein...

Ich glaub, ich hab irgendwo so Taschenwärmer eingepackt, hoffentlich hab ich die im Zuge der Platzschaffung und Gewichteinsparung nicht wieder aus dem Rucksack getan. Ich such mal...


Nachtrag:
Die Taschenwärmer hab ich nicht gefunden, aber mein Gas wurde inzwischen nachgefüllt :-).

Mittwoch, 15. August 2007

Feiertag oder "Lass uns nen Kurs am Mittwoch belegen, der fällt dann morgen gleich aus!"

Heute war in Chile, genauso wie in Bayern, Feiertag, also war heute auch keine Uni. Johanna und ich haben gleich mal die Gelegenheit genutzt und einen kleinen Ausflug gemacht. Zuerst bin ich mit der Metro zu ihr gefahren, von dort haben uns ihre Gastgeber zum Fuße des Cerro San Cristóbal (http://de.wikipedia.org/wiki/Cerro_San_Crist%C3%B3bal_(Santiago_de_Chile)) gefahren. Wir sind mit der Seilbahn hochgefahren (weiß nicht, ob diese Bahn jemals einen TÜV gesehen hat),



haben auf halbem Weg erstmal ein bisschen Aussicht genossen, einerseits die schneebedeckten Berge der Anden und im Vordergrund Palmen


und auf der anderen Seite, leider nicht so erfreulich, die Favelas.


Ganz oben haben wir natürlich einen Rundumblick genossen, bevor wir auf der anderen Seite mit der Zahnradbahn nach Bellavista runtergefahren sind.


In Bellavista haben wir ein schönes Restaurant zum Mittagessen gesucht, was wir auch gefunden haben (allerdings nicht 100% chilenisch). Das Essen war superlecker, allerdings noch nichts für unsere empfindlichen mitteleuropäischen Mägen. Details erspare ich Euch, nur soviel: die Zimtschnecken, die wir bei Johanna noch essen wollten, haben wir nicht mehr angerührt ;-).


Montag, 13. August 2007

Der erste Tag an der Uni

Heute war der erste Tag an der Uni, es war nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte, allerdings war auch noch nicht so viel los.
Ich verabredete mich mit den zwei Jungs, die schon im selben Flugzeug saßen (allerdings economy) an der Bushaltestelle. Busfahrten sind in Santiago sehr abenteuerlich, erstens sind die Busse oft sehr überfüllt, zweitens würden diese Busse bei uns sicherlich nicht durch den TÜV kommen und überhaupt ist der Fahrstil sehr gewöhungsbedürftig. Nach nem Fahrplan richtet sich eh keiner und wenn die Busse voll sind, kann man ewig an der Haltestelle warten. Deshalb bin ich froh, dass ich an der ersten Station einsteigen muss. Die Jungs nicht, deshalb musste ich dann ne halbe Stunde warten.
Zusammen haben wir dann ne kleine Tour über den Campus der Uni bekommen. Die Uni ist schon schön, helle Mensa, drüber ne chill-out-area, Wiese, halt neu und modern, allerdings, wie überall hier, ist es drinnen sehr kalt und zugig. Es gibt ein Fitness-Studio, Tennisplätze, Fußballfeld,...




Das Mensaessen hat zwar etwas länger auf sich warten lassen, aber dafür war das Essen ganz gut und vor allem günstig!

Heute konnte ich dann endlich mein Handy abholen. Entsperrt und mit chilenischer SIM-Karte drin. Ich glaube, es wäre fast günstiger gewesen, ein neues Handy mit prepaid-Karte zu kaufen, aber jetzt ist zu spät!
Die nächste Herausforderung wird werden, einen Block und Ordner zu kaufen. Scheint nicht so einfach zu sein, ich hab noch nicht mal nen Laden gefunden, der sowas hat! Aber morgen, bevor ich Uni hab, kann ich nochmal schauen.
Ach ja, meinen Stundenplan hab ich auch soweit! Sieht sehr leer aus, aber ich habe beschlossen, dieses Semester nur zwei von den fünf Kursen zu belegen, die Chancen stehen gut, dass ich im nächsten Semester besser spanisch kann!

Und jetzt muss ich schlafen, mir fallen gleich die Augen zu, ein bisschen Jetlag scheint noch übrig zu sein...

Sonntag, 12. August 2007

Samstag, 11. August 2007

Tag 2

Nach einer Nacht Schlaf sieht alles schon besser aus! Mein Schlafsack hat sich definitv gelohnt, mich hat heut Nacht nicht gefroren :-)!!! Tagsüber in der Sonne war es sehr schön angenehm warm, sogar tatsächlich wärmer als drinnen.
Am Vormittag hab ich mich auf die Suche nach einem Adapter und einer Sim-Karte für mein Handy gemacht. Einen Adapter hab ich gefunden, allerdings den falschen gekauft (den einen, den mir ein Mädel hier aus dem Hostel geliehen hat, hat heute mein Föhn nicht gemocht, is irgendwie verschmort; der Föhn is noch ganz, zum Glück --> das wären diverse Paar Socken, die ich mehr hätte mitnehmen können), eine Sim-Karte hätte ich auch gefunden, aber leider ist mein Handy gesperrt, am Montag kann ich es dann samt Karte, Guthaben und entsperrt wieder abholen, dann bin ich endlich wieder mobil erreichbar!
Am Nachmittag hab ich dann WLan eingerichtet, jetzt kann ich von meinem Laptop in meinem Zimmer, wo die Heizung steht, ins Internet. Das ist sehr viel angenehmer.
Um 5 kam dann die Katrin, mein Buddy von der UDD, und wir sind an die Uni gefahren. Das ist schon fast eine Weltreise. Der Stadtteil, in dem die Uni liegt, ist schon oberhalb von Santiago am Fuße der Berge, sehr idyllisch gelegen mit einer super Aussicht (man kann den Smog von Santiago sehen). Leider hatte ich die Digicam nicht dabei, wären schöne Bilder geworden, aber ich hab sicherlich noch öfter die Gelegenheit, an der Uni ist Anwesenheitspflicht.
Eigentlich wollte ich heute Abend noch weggehen mit den anderen Austauschstudenten, aber ich glaub, die Müdigkeit siegt. Eine Stunde hab ich noch zum Ausruhen, mal sehen...

Freitag, 10. August 2007

Angekommen

Seit ein paar Stunden befinde ich mich jetzt auf dem anderen Kontinent, fühlt sich sehr komisch an! Ich verstehe nicht allzu viel und mit Englisch kommt man hier auch nicht so weit! Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt, aber das wird schon!
Immerhin konnte ich warm duschen, allerdings sind meine Haare noch nass, weil ich keinen Adapter für meinen Fön gefunden habe, was relativ blöd ist, weil es draußen (und erst recht drinnen) halt irgendwie kühle Temperaturen hat (auch wenn es wärmer ist, als ich dachte). Drum lauf ich jetzt halt drinnen mit Mütze und Fleecejacke rum.

Der Flug (der ewig dauerte) war recht angenehm, in München hat die nette Dame beim Check In ein Auge zugedrückt bei meinem 2.7kg Übergepäck, konnte mir dafür aber kein Ticket für den Anschlussflug Zürich - Santiago ausdrucken, was aber aber nicht so schlimm war, denn in Zürich hab ich dafür ein Ticket für die Business Class bekommen, weil der komplette Flug ausgebucht war! Das war so angenehm, ich hab sogar richtig gut geschlafen und das Essen war auch sehr gut! Leider hatte die Johanna nicht so ein Glück und musste hinten in der Economy Class sitzen.







Am Flughafen in Santiago herrschte dann erstmal ein wenig Chaos, aber auch das haben wir gemeistert. Ich wurde abgeholt und direkt in mein Hostel gebracht. Das ist noch so eine Sache. Hier ist ja bekannterweise gerade Winter (wenn auch nicht so kalt, wie es zu Hause oft ist), und von der Stadt aus kann man auch die weißen Berge der Anden sehen (sind nur so eine Stunde entfernt), aber ich dachte bis jetzt, dass meine alte Wohnung in Bamberg nicht isoliert war, aber hier, das ist halt nochmal ne andere Klasse! Immerhin hab ich ne kleine Gasheizung in meinem Zimmer, die ich tagsüber, wenn ich in meinem 4qm Zimmer bin, anmachen darf!

Ich denke, die kleinen Anlaufschwierigkeiten werden sich bald geben, wenn ich mal an der Uni war und ein paar Leute kennenlerne (die ersten wohl schon morgen Abend)!

Ansonsten ist der erste Eindruck von Santiago sehr positiv, die Leute sind sehr freundlich und hilfsbereit, die Berge sind nicht weit und schön ists auch.

Mittwoch, 8. August 2007

Die letzte Nacht daheim

Jetzt ist es soweit, noch einmal schlafen und dann gehts los. Schon komisch, man wartet sooo lange und auf einmal geht es so schnell.
Morgen muss ich noch die letzten Sachen packen, was echt schwierig ist bei nur 20kg Gepäck, das restliche Choas beseitigen und um 20.40 geht der Flieger ab München über Zürich, wo ich die Johanna treffen werde, Sao Paolo nach Santiago. Das Wetter hier ist schon die richtige Einstimmung auf den Winter in Chile: nass, kalt und echt eklig.




Dienstag, 7. August 2007

letzte Impressionen




Posted by Picasa

Noch 2 Tage

Die wichtigsten Dinge sind erledigt, das Abenteuer kann also losgehen! So langsam kommt die Nervosität auch.

Die letzten Tage waren sehr anstrengend. Bis Dienstag hatte ich die üblichen Klausuren am Ende des Semesters, dann die Parties, die diesmal irgendwie einen traurigen Beigeschmack hatten und am Schluss war noch das leere WG-Zimmer am Sonnenplätzchen übrig.

Daheim muss ich natürlich alles ausnutzen, was ich jetzt ein Jahr lang nicht machen kann. Deswegen hab ich gleich mal die Gelegenheit genutzt und auf dem Nebelhorn übernachtet. Am Abend sind wir zum Seealpsee gelaufen, was einfach traumhaft war, keine Leute, herrliches Licht und halt einfach schön. Brotzeit gabs dann bei Sonnenuntergang auf der Terasse und danach noch einen gemütlichen Abend im Probsthaus.
Am nächsten Tag sind wir noch auf den Gipfel gelaufen und ein wenig gechillt und mittags bin ich wieder runter (mit der Bahn).

Jetzt verabschiede ich mich langsam von Freunden, ehemaligen Kollegen, ... und besorge noch die letzten Sachen, dass ich am Donnerstag mit ruhigem Gewissen nach München zum Flughafen fahren kann...