Freitag, 23. November 2007

hoppe hoppe reiter...

Letztes Wochenende war sehr entspannt! Wir waren mit Nato, einem Chilenen, auf dem Land, ca 2h südwestlich von Santiago. Sein Vater hat dort ein Weingut (riesig) mit Bienen und Pferden. Erstmal wurde vor der Abfahrt Essen für zwei Tage eingekauft und dann gings los! Allein die Fahrt war landschaftlich schon beeindruckend! Raus aus der Smog-Stadt (wobei der Smog schon fast weg ist inzwischen) und in die Natur.
Wir haben ein bisschen das Weingut erkundet, waren bei den Pferden haben abends ausgiebig gegrillt, ein wenig Karten gespielt und waren am Sonntag tatsächlich reiten (keine Ahnung, ob man das so nennen kann, wir sind auf den Pferden gesessen und die sind gelaufen), ca 1,5h lang. Mir taten am nächsten Tag die Beine und der Hintern schon weh!

Sonst läuft grad die Arbeit für das Examen final in Recursos Humanos, was sich mehr hinzieht, als wir anfangs gedacht hätten.
Unser Marketing Prof hat uns gestern eröffnet, dass das Examen final am 18. Dezember wäre, was uns natürlich zu spät ist. Er hat uns tatsächlich das Angebot gemacht, wir könnten schon nächste Woche schreiben, sehr nett von ihm! Das bedeutet, dass wir mit der Abgabe von RR.HH. fertig sind und den Dezember fast komplett frei haben. Das wiederum wird für eine kleine Vorabreise in den Süden auf die Insel Chiloé genutzt (ca 12h südlich).

Ja und sonst war glaub ich nichts weltbewegendes außer das übliche Chaos.
Ach ja und die Fotos zum Wochenende stehen ja schon ne Weile online:

Fin de semana al campo


Dienstag, 13. November 2007

muchas cosas en dos semanas

In den letzten zwei Wochen waren wir sehr beschäftigt, ich möchte nicht sagen gestresst, weil es ja mehr Freizeitstress als Unistress war.
Die zweite Runde Certamen stand an und diese haben wir bravourös gemeistert, haha, also wir haben zumindest den chilenischen Durchschnitt geschafft!!! Aber wie immer sagen die Profs, wir sollten uns keine Sorgen machen, es käme ja noch das Examen final. Gut, machen wir das! Allerdings ist das Semester schon bald vorbei. In Recursos Humanos sollen wir eine Gruppenarbeit machen, diese bis spätestens 7.12. abgeben und danach findet noch eine defensa oral statt. Abwarten, wird schon.
In Marketing wird es eine ganz normale Abschlussprüfung geben, die aus einem Fall (70%) und Definitionen und Fragen (30%) besteht. Diese wird vermutlich am 12.12. sein. Das witzige hier ist, dass wir die genauen Termine immer noch nicht wissen, was im nächsten Semester noch spaßiger wird, da ich ja irgendwann mal meinen Rückflug buchen sollte. Naja, mein neues Motto ist ja eh "Tranquilo, tranquilo".

Ja und einen Tag nach den Certamen kam dann Arnd nach Santiago, ein Kommilitone aus Bamberg, der in Buenos Aires studiert. Da haben Steffi und ich ein wenig Touri-Führer gespielt und ihm gezeigt, was für schöne Ecken es um Santiago gibt.
Wir waren zwei Tage in Viña del Mar und Valparaíso am Meer. Endlich mal bei schönem Wetter. Als ich im August mal in Valparaíso bei schlechtem Wetter war, hat mir die Stadt gar nicht gefallen, aber bei Sonnenschein lässt es sich dort sehr gut aushalten. Wir sind mit den uralten Aufzügen hoch und runter gefahren, haben nette kleine Cafés und Ecken entdeckt und waren im Haus von Pablo Neruda.

Viña del Mar und Valparaíso


Für Sonntag hatten wir Karten für ein Konzert (Starsailor, Travis und The Killers). Es war sooo heiß, aber wir saßen den ganzen Nachmittag draußen, weil auf den Tickets stand, dass das Konzert um 13 Uhr anfängt, allerdings nicht, dass erst 3 Vorbands spielen und das richtige Konzert in der Halle so um 19 Uhr anfängt. Aber ok, so wars dann halt. Leider war die Akkustik nicht sehr gut. Am Besten hat mir Travis gefallen, schon sehr gut!!

Ich wollte schon lange mal ins Cajon del Maipo, ein Tal der Anden, ca eine Autostunde außerhalb von Santiago. Also haben wir das dann in Angriff genommen. Wir sind zuerst mit der Metro ca eine halbe Stunde gefahren und haben dann ein Colectivo genommen (sieht aus wie ein Taxi, fährt aber nur bestimmte Strecken und ist billiger) bis Cascada le las Animas. Dort mussten wir erstmala 3500 pesos bezahlen (ca 5 €), damit wir rein durften. Es gibt dort einen sehr schönen Picknickbereich mit Grillmöglichkeiten. Wir haben uns erstmal gestärkt (eigentlich haben wir nur so viel gegessen, dass die Rucksäcke zum Laufen leichter sind) und sind dann zu den Wasserfällen gelaufen. Die Landschaft ist Wahnsinn, eine Mischung aus daheim und Toscana mit Kakteen und anderen Blumen.

Cajon del Maipo


Ja und da wir ja auch noch ein bisschen in die Uni sollten, haben wir das Dienstag bis Donnerstag erledigt, wobei der Dienstag ausgefallen ist, wir das aber erst in der Uni gemerkt haben. Naja, wer will nicht einfach mal 2 Stunden mit Transantiago durch die Stadt düsen?!

Und am Samstag waren wir noch in Isla Negra, in dem zweiten von drei Häusern von Pablo Neruda. Isla Negra ist ca 2 Busstunden südlich von Santiago am Meer. Auch sehr idyllisch gelegen!
Isla Negra


Am Abend waren wir noch ein bisschen unterwegs, zuerst bei einer Freundin und dann in einer Disco. War sehr witzig, und auch sehr lang. Als ich um halb 5 meine Schlüssel bei meinem Portier abgeholt habe (ich hab sie vorher da deponiert, man weiß ja nie), hat er nur gegrinst und gemeint, dass es ja schon sehr spät wäre. Carrete, carrete!

Ja und seitdem versuche ich mich ein wenig zu erholen ;-). Ach ja, und beim Impfen gegen Gelbfieber war ich noch. Auch ein Erlebnis, weil zur Zeit eine Aktion läuft, dass sich alle jungen Männer zwischen 19 und 24 kostenlos gegen Röteln impfen lassen können. Der Slogan lautet: "Si eres hombre, vacunate!" (Wenn Du ein Mann bist, lass Dich impfen!). Also standen die alle brav mit ihren Freundinnen an der Hand in einer Schlange und kamen ganz eingeschüchtert wieder raus ;-). Uns wollten sie auch gleich gegen Röteln impfen, wir konnten das aber gleich klarstellen!

Und morgen und übermorgen gehts dann zur Abwechslung mal wieder in die Berge in die Uni. Aber am Wochenende fahren wir schon wieder weg :-)!!! Allerdings müssen wir uns bald an den Caso für das Abschlussexamen in Recursos Humanos machen. Und in einem Monat wars das mit dem ersten Semester in Chile! So schnell geht das!