Dienstag, 25. Dezember 2007

Feliz Navidad y finalmente el viaje

Gestern haben wir Heiligabend schön gemütlich bei Johanna zusammen mit Arnd, Steffi und ihrem Freund verbracht. Zuerst gabs leckeres Essen, dann sind wir in die Kirche gegangen, was sehr schön, allerdings auch sehr anders als in Deutschland war (viel fröhlicher und nicht so steif) und danach gabs noch Nachtisch.
Gestern hab ich auch den Großteil meiner Sachen gepackt und bei Johanna für die kommenden zwei Monate untergebracht. Heute habe ich noch den Rest aus meiner Abstellkammer zusammenpackt und heute Abend geht die große Reise los. Ich hoffe, wir haben eine schöne Zeit und ich werde ab und an mal nen aktullen Bericht hier reinstellen, wenn es klappt, natürlich auch mit Fotos!
Die Fotos unserer kleinen Vorabreise in den Süden stehen schon online (für die, die sie noch nicht gesehen haben).
Ach ja, und am Samstag waren wir wieder mal am Meer, diesmal mit Strand UND baden im Pazifik (also zumindest ich war drin) :-).

Dann noch eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Vacaciones

So, jetzt sind aber wirklich Ferien! Heute waren wir das letzte Mal für dieses Semester in der Uni (wir waren allerdings nur eine von den beiden Marketingstunden da, dass wir wenigstens offizell einmal gefehlt haben), haben unserer Koordinatorin Frohe Weihnachten gewünscht, was immer noch sehr schwer fällt, zu glauben (hab heut schon wieder nen Sonnenbrand von 30 Minuten in der Sonne sitzen bekommen) und sind vorerst das letzte Mal in der total überfüllten Micro gefahren.
Meine letzte Stunde in der Sprachschule ist jetzt auch endlich vorbei, aber ich werde wohl im nächsten Semester noch ein paar Stunden nehmen.
Johanna und ich werden am Montag für eine Woche in den Süden in die Region Los Lagos auf die Insel Chiloé fahren. Bin schon sehr gespannt, in dieser Gegend sind sehr viele Deutsche, die sich dort angesiedelt haben und teilweise wohl noch deutsche Traditionen wahren, die bei es bei uns gar nicht mehr gibt. Das Essen soll dort auch sehr gut sein (wohl der "Geburtsort" der Kartoffel und viel Fisch und Meeresfrüchte).


Morgen werden wir das mal etwas genauer planen und am Wochenene geht die Planerei für die Reise los. Nebenbei such ich gerade noch eine neue Bleibe ab März, hoffentlich findet sich was anständiges!




Dienstag, 4. Dezember 2007

El fin...

... oder DIE ENDE, wie unser Marketing Professor an die Tafel geschrieben hat, als er mit dem Stoff fertig war :-).
Aber erstmal der Reihe nach.
Ich wollte ja schon immer mal im Sommer Geburtstag haben, und nichts ist unmöglich. Allerdings ist es echt komisch, es hat sich gar nicht nach Geburtstag angefühlt, viel zu warm, zu viel Sonne und zu wenig Sauwetter und grau wie normalerweise (oder jedenfalls sehr oft) im deutschen Durchschnittsnovember. Aber was solls, wir sind dann mit ein paar Freunden erst Einkaufen gegangen und dann auf den Cerro San Cristóbal zum Grillen. Der "Aufstieg" was schon anstrengend, war halt doch heiß. Aber war dann sehr entspannt und lecker!
Tja und die letzte Woche war quasi die letzte Woche Uni für das erste Semester (also zumindest für uns). Am Donnerstag war das Examen final in Marketing, das wir ja vorgezogen schreiben durften, und am Freitag wollten wir die Abschlussarbeit für Recursos Humanos abgeben (Abgabe ist eigentlich erst diesen Freitag). Und wir haben es tatsächlich geschafft, bis dahin fertig zu sein. Wir durften dann auch gleich präsentieren (es gab aber tatsächlich Chilenen, die noch nicht mal was von einer Aufgabenstellung gehört hatten, die schon seit 3,5 Wochen im Netz steht!). Die Professorin hat uns dann mit einem "jaja, die Deutschen, müssen ja soooo viel reisen" und einer Einladung zu sich nach Argentinien in die Ferien entlassen. Am Donnerstag werden wir noch einmal pro forma und um Johanna, die an der USACH hier studiert und Steffis Freundin, die aus Deutschland zu Besuch ist, "unsere" Uni zu zeigen. Aber eigentlich haben wir seit Freitag Ferien!
Jetzt hab ich dann endlich mal Zeit, mich an die genauere Reiseplanung zu machen mit Internet und Lonely Planet!

Freitag, 23. November 2007

hoppe hoppe reiter...

Letztes Wochenende war sehr entspannt! Wir waren mit Nato, einem Chilenen, auf dem Land, ca 2h südwestlich von Santiago. Sein Vater hat dort ein Weingut (riesig) mit Bienen und Pferden. Erstmal wurde vor der Abfahrt Essen für zwei Tage eingekauft und dann gings los! Allein die Fahrt war landschaftlich schon beeindruckend! Raus aus der Smog-Stadt (wobei der Smog schon fast weg ist inzwischen) und in die Natur.
Wir haben ein bisschen das Weingut erkundet, waren bei den Pferden haben abends ausgiebig gegrillt, ein wenig Karten gespielt und waren am Sonntag tatsächlich reiten (keine Ahnung, ob man das so nennen kann, wir sind auf den Pferden gesessen und die sind gelaufen), ca 1,5h lang. Mir taten am nächsten Tag die Beine und der Hintern schon weh!

Sonst läuft grad die Arbeit für das Examen final in Recursos Humanos, was sich mehr hinzieht, als wir anfangs gedacht hätten.
Unser Marketing Prof hat uns gestern eröffnet, dass das Examen final am 18. Dezember wäre, was uns natürlich zu spät ist. Er hat uns tatsächlich das Angebot gemacht, wir könnten schon nächste Woche schreiben, sehr nett von ihm! Das bedeutet, dass wir mit der Abgabe von RR.HH. fertig sind und den Dezember fast komplett frei haben. Das wiederum wird für eine kleine Vorabreise in den Süden auf die Insel Chiloé genutzt (ca 12h südlich).

Ja und sonst war glaub ich nichts weltbewegendes außer das übliche Chaos.
Ach ja und die Fotos zum Wochenende stehen ja schon ne Weile online:

Fin de semana al campo


Dienstag, 13. November 2007

muchas cosas en dos semanas

In den letzten zwei Wochen waren wir sehr beschäftigt, ich möchte nicht sagen gestresst, weil es ja mehr Freizeitstress als Unistress war.
Die zweite Runde Certamen stand an und diese haben wir bravourös gemeistert, haha, also wir haben zumindest den chilenischen Durchschnitt geschafft!!! Aber wie immer sagen die Profs, wir sollten uns keine Sorgen machen, es käme ja noch das Examen final. Gut, machen wir das! Allerdings ist das Semester schon bald vorbei. In Recursos Humanos sollen wir eine Gruppenarbeit machen, diese bis spätestens 7.12. abgeben und danach findet noch eine defensa oral statt. Abwarten, wird schon.
In Marketing wird es eine ganz normale Abschlussprüfung geben, die aus einem Fall (70%) und Definitionen und Fragen (30%) besteht. Diese wird vermutlich am 12.12. sein. Das witzige hier ist, dass wir die genauen Termine immer noch nicht wissen, was im nächsten Semester noch spaßiger wird, da ich ja irgendwann mal meinen Rückflug buchen sollte. Naja, mein neues Motto ist ja eh "Tranquilo, tranquilo".

Ja und einen Tag nach den Certamen kam dann Arnd nach Santiago, ein Kommilitone aus Bamberg, der in Buenos Aires studiert. Da haben Steffi und ich ein wenig Touri-Führer gespielt und ihm gezeigt, was für schöne Ecken es um Santiago gibt.
Wir waren zwei Tage in Viña del Mar und Valparaíso am Meer. Endlich mal bei schönem Wetter. Als ich im August mal in Valparaíso bei schlechtem Wetter war, hat mir die Stadt gar nicht gefallen, aber bei Sonnenschein lässt es sich dort sehr gut aushalten. Wir sind mit den uralten Aufzügen hoch und runter gefahren, haben nette kleine Cafés und Ecken entdeckt und waren im Haus von Pablo Neruda.

Viña del Mar und Valparaíso


Für Sonntag hatten wir Karten für ein Konzert (Starsailor, Travis und The Killers). Es war sooo heiß, aber wir saßen den ganzen Nachmittag draußen, weil auf den Tickets stand, dass das Konzert um 13 Uhr anfängt, allerdings nicht, dass erst 3 Vorbands spielen und das richtige Konzert in der Halle so um 19 Uhr anfängt. Aber ok, so wars dann halt. Leider war die Akkustik nicht sehr gut. Am Besten hat mir Travis gefallen, schon sehr gut!!

Ich wollte schon lange mal ins Cajon del Maipo, ein Tal der Anden, ca eine Autostunde außerhalb von Santiago. Also haben wir das dann in Angriff genommen. Wir sind zuerst mit der Metro ca eine halbe Stunde gefahren und haben dann ein Colectivo genommen (sieht aus wie ein Taxi, fährt aber nur bestimmte Strecken und ist billiger) bis Cascada le las Animas. Dort mussten wir erstmala 3500 pesos bezahlen (ca 5 €), damit wir rein durften. Es gibt dort einen sehr schönen Picknickbereich mit Grillmöglichkeiten. Wir haben uns erstmal gestärkt (eigentlich haben wir nur so viel gegessen, dass die Rucksäcke zum Laufen leichter sind) und sind dann zu den Wasserfällen gelaufen. Die Landschaft ist Wahnsinn, eine Mischung aus daheim und Toscana mit Kakteen und anderen Blumen.

Cajon del Maipo


Ja und da wir ja auch noch ein bisschen in die Uni sollten, haben wir das Dienstag bis Donnerstag erledigt, wobei der Dienstag ausgefallen ist, wir das aber erst in der Uni gemerkt haben. Naja, wer will nicht einfach mal 2 Stunden mit Transantiago durch die Stadt düsen?!

Und am Samstag waren wir noch in Isla Negra, in dem zweiten von drei Häusern von Pablo Neruda. Isla Negra ist ca 2 Busstunden südlich von Santiago am Meer. Auch sehr idyllisch gelegen!
Isla Negra


Am Abend waren wir noch ein bisschen unterwegs, zuerst bei einer Freundin und dann in einer Disco. War sehr witzig, und auch sehr lang. Als ich um halb 5 meine Schlüssel bei meinem Portier abgeholt habe (ich hab sie vorher da deponiert, man weiß ja nie), hat er nur gegrinst und gemeint, dass es ja schon sehr spät wäre. Carrete, carrete!

Ja und seitdem versuche ich mich ein wenig zu erholen ;-). Ach ja, und beim Impfen gegen Gelbfieber war ich noch. Auch ein Erlebnis, weil zur Zeit eine Aktion läuft, dass sich alle jungen Männer zwischen 19 und 24 kostenlos gegen Röteln impfen lassen können. Der Slogan lautet: "Si eres hombre, vacunate!" (Wenn Du ein Mann bist, lass Dich impfen!). Also standen die alle brav mit ihren Freundinnen an der Hand in einer Schlange und kamen ganz eingeschüchtert wieder raus ;-). Uns wollten sie auch gleich gegen Röteln impfen, wir konnten das aber gleich klarstellen!

Und morgen und übermorgen gehts dann zur Abwechslung mal wieder in die Berge in die Uni. Aber am Wochenende fahren wir schon wieder weg :-)!!! Allerdings müssen wir uns bald an den Caso für das Abschlussexamen in Recursos Humanos machen. Und in einem Monat wars das mit dem ersten Semester in Chile! So schnell geht das!

Montag, 29. Oktober 2007

Nix Neues...

...gibts diese Woche. Naja, fast nix. Es passiert ja immer ein bisschen was so im Alltag in Santiago!
Hier isses echt schon fast wärmer als im durchschnittlichen deutschen Sommer (zumindest zeitweise), dabei ist erst Ende Oktober. Wir sind dann mal so ein bisschen durch die Straßen geschlendert auf der Suche nach schönen und vor allem günstigen Sommersachen, da bei 20 kg Gepäck und vor allem der Notwendigkeit von Wintersachen nicht so viele Klamotten in unseren Schränken liegt. Wir haben tatsächlich sehr schöne kleine Läden gefunden, also wenn die Bafög-Nachzahlung irgendwann in absehbarer Zeit kommen sollte, könnte man sich 2-3 Kleidungsstücke leisten.
Am Freitag waren wir beim Friseur, auch sehr abenteuerlich (ich glaub bis abends um halb 11 saßen wir drin). 3 Mädels, ein Friseur aus Leidenschaft und dann gings los. Steffi hat Strähnchen bekommen, ich und Johanna haben uns die Haare wieder schön schneiden lassen (er war sehr entsetzt über meinen Schnitt, der wohl sehr ungleich war, was mir und auch anderen glücklicherweise nie so aufgefallen ist). Jetzt hab ich einen Schnitt von einem Fashionfriseur (er ist auch oft auf Fashionshows in der halben Welt unterwegs), der echt toll ist. Wir hätten einstimmig beschlossen, ihn mit nach Deutschland zu nehmen im Juli, aber das Mädel, das auch noch da war, hat lautsark protestiert!!!

Ja, und ansonsten is grad noch Lernen angesagt, morgen certamen in Administración de Recursos Humanos und am Mittwoch Marketing I. Dann sind erstmal Donnerstag und Freitag Feiertag. Wir werden Freitag und Samstag nach Va del Mar und Valparaiso fahren und am Sonntag auf ein Konzert mit Travis, The Killers und Starsailor hier in Santiago gehen. Freu mich schon total!!!

Das wars mal wieder, ich muss jetzt noch ein bisschen was für die Uni tun!

Samstag, 20. Oktober 2007

und schon is wieder Samstag

Was war denn diese Woche schon wieder los? Die Zeit vergeht immer schneller. Eigentlich ist glaub ich gar nichts wirklich aufregendes passiert.
Wir haben mal wieder mit unseren Profs gesprochen, wie wir am Besten diese Kurse bestehen, und wie immer war die Standardantwort: "No se preocupen, tranquilo! a ver!" Super, natürlich mach ich mir Sorgen, wenn ich bis jetzt so gut wie nix bestanden habe. Aber den Ratschlag nehm ich natürlich sehr gerne an ;-)! Ist es beruhigend, wenn ein Großteil der Chilenen auch nicht viel besser ist? Die haben sicherlich keine Probleme mit der Sprache! Aber immerhin sind wir hier wohl ein einer recht guten Privatuni, is glaub ich eine der besten Chiles für das Masterprogramm.

Am Donnerstag waren wir in einer Salsabar in Bellavista, endlich mal. Das war super, Steffi und ich haben beschlossen, wir machen einen Salsakurs. Müssen wir mal schauen, wo wir den machen, entweder mit Johanna und ihrem Mitbewohner in seiner Uni oder in ner Salsabar. Wir haben ja noch ein bisschen Zeit. Das Problem dabei ist auch, dass man für diese Kurse mit Tanzpartner kommen sollte, mal sehen, ob sich jemand findet!

Heute waren Steffi und ich mal bei schönem Wetter unterwegs auf dem Cerro Santa Lucía, leider wurde es mittags wieder ein wenig smogig, aber wir hatten trotzdem einen herrlichen Blick über die Stadt bis zu den Bergen.

Cerro Santa Lucía


Es ist jetzt schon ganz schön schwülwarm, bin mal sehr gespannt, wie das dann im Sommer so wird.

Dienstag, 16. Oktober 2007

Die Zeit vergeht sooo schnell

Endlich habe ich die Bilder vom zweiten Teil der Reise hochgeladen, sind im Fotoalbum (rechts auf "Bilder" klicken).

Sonst war die letzte Woche ganz spaßig. In der Uni war ein bisschen was zu tun, in Recursos Humanso mussten wir noch ein control fertig machen, was wir netterweise wieder zu Hause machen durften, und eine Präsentation machen, die wir glücklicherweise aber nicht halten mussten (wär allerdings nicht schwer gewesen, ablesen wie die Chilenen können wir auch noch). In Marketing I haben wir mal wieder ein control geschrieben, man darf gespannt sein!
Am Donnerstag war ich mit Steffi in der Mall, endlich mal shoppen, also halt ansatzweise. Da meine erste Jeans gerade dabei ist, sich in ihre Einzelteile aufzulösen und ich in San Pedro oder so meine Uhr verloren hatte, musste ich notgedrungen einkaufen gehen ;-). Ich war auch sehr erfolgreich, ich habe tatsächlich eine Jeans gefunden, sogar verhältnismäßig günstig (bei Esprit *g*), eine Uhr und diversen Kleinkram, den man so braucht, aber ich habe es insgesamt tatsächlich geschafft, einiges unter meinem Limit zu bleiben!!!

Am Samstag haben wir einen sehr schönen Ausflug in einen Nationalpark (Parque Naturaleza) gemacht, leider war das Wetter nicht so toll, es war etwas kühl. Wir haben gegrillt und einen netten Spaziergang gemacht. Auf dem Heimweg hat uns Nato, ein Freund von Steffi, noch mit dem Auto durch Stadtteile gefahren, wo man normalerweise nicht hinkommt und wir hatten einen supertollen Blick auf Santiago, eigentlich ist die Stadt echt schön, es kommt immer auf den Blickwinkel an!!!

Abends sind wir noch ins Kino gegangen und dann noch was trinken, also ein schöner Tag! Zum Glück hat uns Nato im Kino gesagt, dass Zeitumstellung war wir wären sonst heute wahrscheinlich alle zu spät zur Uni gekommen! Also sind es jetzt nur noch 5h Zeitunterschied zu Deutschland (zumindest für 2 Wochen, dann sinds nur noch 4).
Am Sonntag sind Steffi und ich mal wieder ins Zentrum gefahren, wir wollten uns eine Fotoaustellung anschauen (irgendwelche besten Fotos von irgendwas). Die Bilder waren größtenteils toll und die location war super, ein alter Bahnhof, aber die Chilenen und Kunst - geht gar nicht!!! Die müssen noch viel lernen! Auf jeden Fall wars im Zentrum ganz schön, vor allem dann der Kaffee und die Donuts bei Dunkin Donuts ;-)!

Sonntag, 7. Oktober 2007

Leider habe ich es immer noch nicht geschafft, die Fotos von unserer Reise zusammenszusammeln, shame on me.
Die letzte Woche war relativ unspektakulär. In Marketing I musste ich eine Präsentation mit zwei Chilenen machen über "Politicas de Precio". Gruppenarbeiten sind hier so 'ne Sache. Man setzt sich einen Tag vor der Präsentation 1.5h in den Computerraum, sucht irgendwas, was zu dem Thema passt (außer dem Thema selbst hat man ja keine Angaben), macht ne Powerpoint mit möglichst quietschenden Farben und vielleicht sogar noch ein paar Effekten und trägt dann halt was vor. Zum Glück durfte ich auf Englisch vortragen, hat dann relativ gut geklappt.
In Administración de Recursos Humanos haben wir einen Film angeschaut, muy loca!!! Den Sinn des Filmes hab ich bis zum Ende nicht verstanden, danach gabs ein kleines Control über intelegencia cultural, aber nachdem wir Deutsche alle am Ende noch nicht fertig waren, hat uns La Profe vorgeschlagen, wir könnten das doch zu Hause fertig machen! Und eine Präsentation müssen wir auch bis nächstes Mal machen. Eigentlich nicht schwer. 10 kleine Fälle zum Thema Arbeitsrecht und wir sollen alle mit Hilfe des Código del Trabajo beantworten und einen davon ausarbeiten mit Powerpoint. Allerdings ist es ja schon nicht einfach, deutsche Gesetzestexte zu verstehen.

Das Highlight dieser Woche war Donnerstag, als ich mit Annika gekocht habe. Mhmmmm, war das lecker. Allerdings haben wir im Supermarkt so viel bezahlt, dass wir fast ins Restaurant gehen könnten. Es gab eine Hühnergemüsebrühe mit Flädle, Hühergeschnetzeltes (Pute haben wir nicht gefunden) mit Kartoffelpurree und als Nachspeise Bananenpfannkuchen mit Banane und Schokosoße und Palmhonig.

Am Freitag war dann das groß angekündigte Treffen der Austauschstudenten im Park mit Asado. Zuerst gabs ein paar Spielchen wie Sackhüpfen, Schubkarrenrennen, Tauziehen, Rugby mit zwei Basketbällen ohne Regeln, Dart und zum Schluss noch am Klettergurt mit Karabiner an einem Seil "über einen Fluss ziehen". Alles natürlich auf Zeit. Dann gabs eindlich was zu Essen (weswegen wir ja eigentlich da waren): Churripan, Cheeseburger und natürlich Pisco Sour und Bier. War also ein ganz witziger Nachmittag, allerdings hab ich jetzt Muskelkater, ich sollte mich doch ab und zu mal etwas bewegen.
Im Jumbo, ein riesen Supermarkt, gibts zur Zeit extra eine Deutsche Ecke, zur Feier der Deutschen Einheit (wie uns die Dame in ner Art Dirndl versucht hat, auf Deutsch zu erklären). Da gibts die ganzen leckeren Sachen, die man sonst auch irgendwo findet (Backmischungen, Fertigmilchreis, Milka- und Rittersportschoki, Doppelkeks, Müsli, ...). Ich hab mir natürlich gleich mal ne Milkavollmilchschokolade gekauft, aber die schmeckt gar nicht so gute wie daheim. War ja klar!

Montag, 1. Oktober 2007

Die erste große Reise Teil 1

Endlich war es soweit, der wirkliche Grund, wieso ich das Auslandsjahr weit weg verbringen wollte: Reisen bis zum Umfallen!!! Dazu boten sich die Ferien zum Nationalfeiertag natürlich an. Am 11. und 12.09. hatten wir noch die ersten Certamenes, wovon wir eines zu Hause machen durften und bis Freitag abgeben mussten. Also am Donnerstag schnell (mehr oder weniger) noch das für Recursos Humanos gemacht, 2 Stunden Fahrt auf uns genommen und dann gings los. Um 23.10 Uhr ging der Bus nach La Serena.
Schon so eine Sache, so ein Nachtbus, aber spart halt doch eine Übernachtung. Morgens um halb sechs waren wir dann in La Serena und warteten noch auf Johanna und Hannes, die den Bus 20 Minuten später genommen haben, allerdings ca 45 Minuten später ankamen. In der Zeit hatten wir schon ein Hostel organisiert, was relativ einfach war, weil man schon von Leuten empfangen wird, die einem Unterkünfte anbieten.
Nachdem wir erstmal 2 Stunden Schlaf nachgeholt hatten, gings los: der erste Tag war recht ruhig, wir haben einen Spaziergang zum Strand gemacht, sind ein wenig durch die Straßen gelaufen und haben den besten Anbieter für die Fahrt zum Reserva Nacional Pingüino de Humboldt gesucht.
Am nächsten Morgen um 8 gings los. Allein die Fahrt dorthin war schon ein Erlebnis, erst am Pazifik entlang durch die Wüste vorbei an ein paar Ziegen und kleinen Dörfchen, die erst seit kurzem Telefonanschluss haben bis in das Reservat. Von dort aus gings auf dem Wasser weiter in einer Art Nussschale ca. 2 Stunden um die Isla Choros. Auf den Felsen sonnten sich Seelöwen, Pelikane und andere Vögel, im Wasser haben wir Robben gesehen und das Highlight waren natürlich die Pinguine! Auf der Isla Damas hatten wir ca. eine Stunde Aufenthalt. Wenn es nicht so kalt gewesen wäre, hätte man die beiden Strände beinahe mit der Karibik verwechseln können. Danach gings wieder ca 30 Minuten im Boot zurück. Auf dem Rückweg wartete noch ein superleckeres Essen in einem typischen Restaurant auf uns. Vorspeise, wen wundert's, Empanadas mit Käse und Shrimp, Hauptspeise Fisch und Nachspeise Eis.
Um 18 Uhr waren wir wieder in La Serena. Christian und Axel waren morgens schon weiter nach Vicuña gefahren und hatten schon das Abendprogramm und Hostel organisiert. Abendessen gabs in einem schönen Restaurant, quasi im Separé ;-) und danach stand das Observatorium Mamalluca auf dem Programm. Es war ein bisschen kalt da oben, aber der Sternenhimmel war der Wahnsinn! Der Guide, der uns die Sterne und Planeten erklärte ist ein absoluter Freak, er hat uns in den zwei Stunden so mit Wissen und Sternbildern überschüttet, dass ich leider nicht mehr allzuviel weiß, aber es war sehr schön. Am nächsten Tag wollten wir ausschlafen, Sterneschauen ging so ca bis halb 2. Um halb elf haben wir erfahren, dass wir bis 11 aus den Zimmern sein müssen, also ging dann alles sehr schnell und wir sind mittags nach Pisco Elqui gefahren. Aus dem Valle del Elqui kommt der Pisco her! Aber leider war dieser Tag, bis auf die landschaftlich sehr schöne Fahrt, nicht so der Hit. Wir hatten nicht bedacht, dass vielleicht wegen Nationalfeiertag und Party und so die Hostels ausgebucht sein könnten.
Immerhin haben wir noch eine sehr schäbige Absteige gefunden, weil uns ein Brasilianer auf der Straße angesprochen hat. Er hatte ein Zimmer, allerdings vermietete die ältere Dame das 5er-Zimmer nur komplett, er war aber alleine, also haben wir zu 7 in dem Zimmer geschlafen, waren abends noch etwas weg und sind am nächsten Morgen ganz bald und ohne Duschen wieder gegangen. Der Ort selbst ist sehr schön und relaxt, also müssen wir vielleicht noch einen zweiten Trip dorthin starten, wenn nicht so viel los ist.
Am nächsten Morgen hat sich unsere Gruppe dann aufgeteilt. Steffi, Johanna und Hannes sind nach La Serena und weiter wieder Richtung Santiago, Christian, Axel und ich sind wieder nach Vica gefahren, wo Jan nachmittags aus Santiago nachkam. Dort legten wir 2 ruhige Tage mit Hängematteliegen, Internetcafés und kleinen Spaziergängen bzw. eine kleine Mountainbiketour mit Besichtigung einer Piscobrennerei und einem etwas außergewöhnlichen Restaurant ein. Die Lage war etwas oberhalb, weshalb die Fahrt auch ein wenig anstrengend war, aber es hat sich sehr gelohnt. In dem Restaurant wird mit Sonne und Spiegeln gekocht, etwas kompliziert zu erklären, aber das Fleisch war sehr lecker. Ich hab Vicuña gegessen, das is so eine Art Lama in kleiner und schmeckt irgendwie anders, am ehesten zu vergleichen mit Lamm.
Die Rückfahrt war dann etwas abenteuerlich, die Jungs hatten einen Weg entdeckt, der etwas einem ausgetrockneten Flussbett ähnelte, aber keins war. Also wurden die Mountainbikes ein bisschen herausgefordert. Nach einer kleinen Pause am Fluss hatte Christian dann auch noch einen Platten, der aber fachmännisch sehr schnell repariert wurde (wir hatten ja zwei Ersatzschläuche und eine Pumpe dabei).

Abends kamen dann Yanik und seine Berliner Freunde an und wir sind noch auf eine Party gegangen (die ja im ganzen Lande wegen des Nationalfeiertags stattfanden). War sehr interessant, der D.J. rief ständig irgendwelche Parolen in die Menge, war sehr nervenaufreibend und die Jungs waren irgendwann umringt von chilenischen Mädels, Durchschnittsalter 16. Erinnerte ein bisschen an exotische Tiere im Zoo. Um 3 waren wir dann auch schon in unseren Betten.

Am Mittwoch war dann die große Fahrt erst nach La Serena und abends nach San Pedro de Atacama.
In La Serena musste ich mich erst noch auf die Suche nach einem Badeanzug machen, weil wir ja in San Pedro unbedingt eine Tour zu den Tatio Geysiren machen wollten, in der auch ein Bad in einer heißen Quelle auf 4300m vorgesehen ist, das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Ich habe tatsächlich einen gefunden, so einen sexy Speedo Sportbadeanzug ;-). Aber außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen, ich hatte ja keine Auswahl, also wurde das Teil gekauft!

Vor der Fahrt nach San Pedro um 21.35 Uhr haben wir noch ein kleines Kart-Rennen veranstaltet. Am Busbahnhof war eine Kartbahn aufgebaut und wir hatten noch Zeit. Das war schon sehr lustig :-).

Das war der erste Teil der Reise, der zweite folgt, wenn ich die Bilder dazu habe...

Hier erstmal die ersten (zur Galerie aufs Bild klicken):

Der nördliche Teil Chiles Teil 1

Mittwoch, 26. September 2007

Lebenszeichen

Ich weiß, is schon ne Weile her, dass ich das letzte Mal geschrieben habe. Das liegt daran, dass ich sehr beschäftigt bin. Ich bin umgezogen vor 2,5 Wochen, hatte meine ersten Certamen und war knapp zwei Wochen im Norden Chiles unterwegs. Eigentlich wollte ich mich an den Reisebericht machen und ein paar Bilder dazu online stellen, allerdings hat der Akku meiner Kamera kein Durchhaltevermögen gezeigt und ich hab natürlich mein Ladegerät nicht dabei gehabt, also muss ich mir jetzt erstmal die ganzen Bilder vom zweiten Teil der Reise zusammensammeln. Dazu kommt noch, dass die Reiserei heute Abend um 22.30 Uhr gleich weitergeht (bin seit gestern früh erst wieder in Santiago). Diesmal bis zum Wochenende nach Mendoza, Argentinien. Bin gespannt.
Also folgt nächste Woche dann die komplette Zusammenfassung der Abenteuer.
Bis dahin liebe Grüße aus Santiago...

Samstag, 8. September 2007

Skifahren in den Anden


Diese Woche haben wir erfahren, dass wir nächste Woche zwei Certamen, so ne Art Zwischenprüfung, schreiben. Hmmm, das is so eine Sache, wenn man nicht wirklich spanisch kann. Zum Glück sind die Profs entgegenkommend. In Administración de Recursos Humanos dürfen wir das Certamen zu Hause machen, aber spanisch, und in Marketing I können wir englisch antworten. Bin aber trotzdem gespannt. Da in der Woche in Ingenería Comercial die ganzen Certamen geschrieben werden, finden auch keine Kurse statt, also bis auf diese zwei Tests haben wir dann zwei Wochen Ferien. Auf jeden Fall müssen wir uns jetzt dann mal ein Reiseziel aussuchen. Es wird wohl irgendwohin in den Norden gehen, da der Süden noch recht kalt ist. Mal sehen!



Gestern waren wir endlich beim Skifahren. Wir hatten super Wetter und es war ein sehr gelungener Tag (allerdings tun mir meine Beine und Füße immer noch weh, die Ausrüstung war halt nicht das, was ich von daheim gewohnt bin).
Um 8 Uhr (más o menos) ging`s in Santiago mit nem kleinen Bus los, ca 1.5 h später waren wir dann endlich im Skigebiet. Und dann war Skifahren angesagt:

(zur Bildergalerie aufs Bild klicken)
Skifahren in den Anden

Montag, 3. September 2007

Valparaíso




Gestern waren wir zu sechst in Valparaíso, ca. 1.5 Stunden mit dem Bus von Santiago entfernt am Pazifik.
Leider war das Wetter nicht schön, es war kalt und neblig, zwischendrin niselig. Das war wahrscheinlich der Grund dafür, dass wir alle ein bisschen enttäuscht waren von der Stadt, die aber schon einen eigenen Charme hat. Wir haben aber alle gesagt, dass wir nochmal bei schönem Wetter hinfahren werden.
Wir sind ein wenig durch die Straßen gelaufen, dreimal mit den etwas wackeligen Aufzügen gefahren und waren noch im Haus von Pablo Neruda, dem chilenischen Schriftsteller und Nobelpreisträger.
(zur Bildergalerie aufs Bild klicken)


Valparaíso

Freitag, 31. August 2007

ein paar Unterschiede

Ich muss jetzt hier doch mal ein paar Dinge erläutern, an die ich mich teils schwer, teils etwas leichter gewöhne.
Die Chilenen sind ganz groß im Nummern ziehen, soll heißen, dass fast überall, wo man hingeht, mus man eine Nummer ziehen, so wie man es bei uns in größeren Ämtern kennt. Also, wenn ich in eine Drogerie oder Farmacia gehe, muss ich einmal abreißen, sogar, wenn ich nur bezahlen will!!!
An was ich mich schon eher gewöhnen kann, ist, dass im Supermarkt fast immer zwei (oder sogar drei!!) Leute an der Kasse stehen, wovon einer (oder in manchen Fällen zwei) die gekauften Sachen in Tüten packt. Die packen aber auch nur mal 2 Sachen in eine, also rennt man dann mit vielen Tüten aus dem Supermarkt!
Es gibt aber auch eine Sache, an die kann ich mich bestimmt nie gewöhnen. In öffentlichen Toiletten, besonders bei uns an der Uni, hängt das Klopapier nicht im Klo, wo man es benötigt, sondern vorm Klo, also muss man immer zuerst Klopapier abreißen, dann reingehen und.... Was noch schlimmer ist, man darf das Klopapier nicht ins Klo werfen (ich weiß, bissl eklig, aber is so), sondern in nen Eimer daneben. Am Anfang hab ich mich immer gewundert, wieso die Eimer so voll sind!
Sehr viele Arbeitsplätze sind hier eigentlich Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, die Wirtschaftswissenschaftler unter uns Austauschstudenten sehen hier großes Potenzial für Personalreduzierung und Kostenminimierung ;-). An Baustellen gibt es beispielsweise eine Person, die das "Vorsicht" Schild hält, oder es gibt keine Parkautomaten am Straßenrand, sondern immer 2-3 Leute, die abkassieren und einweisen...

Ich glaub, das waren mal so die grundlegenden Dinge, die mir bis jetzt aufgefallen sind, ach so, und die Chilenen sind auch echt langsam oder vielleicht einfach nur relaxter, man weiß es nicht :-)!

Donnerstag, 30. August 2007

So dies und das...

Heute war ein total schöner sonniger und sehr warmer Tag:


Man könnte fast meinen, der Winter sei vorbei, wenn nicht die weißen Anden noch zum Skifahren einladen würden :-)! Was wir auch jetzt endlich nächsten Freitag machen werden, das ausgefüllte Anmeldeformular mit 10 Namen (die man mindestens braucht, um das Supersonderangebotsstudentenspecial zu bekommen, für 24.000clp, ca 40 € Fahrt nach El Colorado, Skiausrüstung, Skipass und Snack) liegt neben mir!

Diese Organisation an der Uni macht mich langsam wahnsinnig, die sind ja alle echt nett, aber die chilenische Gelassenheit fehlt mir definitiv noch! Am Dienstag hab ich beschlossen, doch noch Kurse zu tauschen, weil man gesagt hat, dass man die Präsentationen und Unterrichtsbeteiligungen (die für eine Note notwendig sind, incl. Fragen nach einer Präsentation!!) in Marketing I auch auf englisch machen darf. Ich hab meine Zweifel geäußert, dass ich das ganze auf spanisch dieses Semester wohl nicht hinkriege. Catalina, die nette Dame, die für uns Austauschstudenten zuständig ist, meinte dann erstmal auf meine Frage, was denn passiere, wenn ich durchfalle, dass es doch überhaupt keinen Unterschied mache, ob ich nun durchfalle oder den Kurs gar nicht mache, deswegen könnte ich ihn doch gleich weglassen. Gut, das hatte ich ja verstanden, löste aber mein Problem nicht! Also hab ich beschlossen, lieber Marketing zu machen. Also war ich diese Woche nicht mehr in Fundamentos de la Administracion y Direccion de Empresas. Heute hat sie mir dann eröffnet, dass ich doch nicht mehr wechseln kann. Suuuper! Naja, mal sehen, hab ich halt ein paar Fehlstunden, hab ja "nur" 75% Anwesenheitspflicht!!!!

Ja wie gesagt, sonst war heute ein sehr schöner sonniger Frühlingstag, leider halt wie immer der Smog ab mittags.



Gestern waren in Santiago Streiks, kommt wohl öfter vor, läuft auch eigentlich überall recht friedlich ab, außer eben in Santiago. Wir waren auf dem Weg zur Uni in der Früh schon leicht irritiert, weil so wenig los war und wir nen Rekord von 40 Minuten aufstellten. Nachmittags waren diverse Metrostationen schon geschlossen, was aber erst auf dem Weg in die Stadt auffiel. Ich hab natürlich wieder gar nichts mitbekommen von den Wasserwerfern und Tränengasattacken, denn ich bin schon früh genug aus der Metro ausgestiegen.

Wenn wir unsere "Hausaufgabe" in Recursos Humanos morgen noch hinkriegen, fahren wir übers Wochenende vielleicht endlich mal weg. Der Plan ist Valparaíso und/oder Viña del Mar.

Sonntag, 26. August 2007

Es wird...

Seit Freitag wohnen noch zwei Deutsche hier im Hostel, die mit an der UDD sind. Für die beiden hab ich ein bisschen Tourguide gespielt, was ganz lustig war. Jetzt fühl ich mich wenigstens ein bisschen so, als hätte ich 'nen Plan, was hier so abgeht und wie was funktioniert!
Gestern Abend waren wir dann ein wenig unterwegs, erst bei irgendwelchen Leuten, dann bei ner Party, zu der einer dieser Leute hinmusste und dann sind wir noch nach Bellavista, wo wir eigentlich in nen Club sollten, wo der eine später auch hinwollte. Allerdings war dort geschlossene Gesellschaft, deshalb sind wir dann nachts um 2 zu viert (2 Mädels, 2 Jungs) durch die dunklen Straßen von Bellavista gelaufen. Ich muss zugeben, uns war allen nicht so wohl dabei, aber glücklicherweise wurde die Straßenbeleuchtung bald heller und es gab die ersten Kneipen und Discos. Wir haben uns dann für eine verratzte Kneipe entschieden und nen Pisco Sour bestellt! Ich glaub, um 5 war ich dann daheim!

In der Uni gehts wohl so langsam los. Ich bin ja schon froh, wenn ich ein wenig folgen kann, was der Prof erzählt, aber jetzt müssen wir im Tutorium zu Fundamentos de la Administración y Dirección de Empresas ne Präsentation halten am Donnerstag!! Eigentlich ne Gruppenarbeit, aber leider habe ich die Gruppeneinteilung verpasst, weil ich so einen Hunger hatte und nicht dachte, dass das Essen so lange dauert! Dummerweise hab ich noch keine Ahnung, was überhaupt das Thema ist! Ich hoffe, das kriege ich bald noch raus!

Am Donnerstag war ich bei der Wohnungssuche erfolgreich! Also ziehe ich dann Anfang September um! Ist zwar keine WG, sondern ein Zimmer in ner Wohnung bei einer Frau, aber dafür bietet es einige Vorzüge! Sie ist orgentlich und einmal die Woche kommt eine Putzfrau, ich hab ein eigenes kleines Bad, das recht neu ist, es gibt einen Balkon, in meinem Zimmer ist ein großes Bett und ein Fernseher. Im Haus ist Internetanschluss, ich hoffe mal, dass es auch WLan gibt, dann müsste ich mich nicht immer in den "Computerraum" setzen. Leider ist die Waschmaschine kaputt, d.h. ich muss halt immer in nen Waschsalon gehen. Zum Haus gehört eine Rezeption, die 24h besetzt ist. Wie im Hotel!
Ich hab die Wohnung jetzt mal bis Ende Dezember, dann kann ich mir während der Reise die Miete sparen. Mal sehen, ich hab ja keinen Mietvertrag unterschrieben, wenns mir nicht gefällt, kann ich ja wieder ausziehen.

Donnerstag, 23. August 2007

Mission "Visum"

In Deutschland hatte ich ja bereits beim Chilenischen Konsulat in München ein Studentenvisum für ein Jahr beantragt, was dort bereits ein ziemlicher Aufwand war (Amtsärztliches Attest, Polizeiliches Führungszeugnis, Kopie des Reisepasses, Passbilder, Antrag, Zulassungsbescheinigung der chilenischen Uni, Notarielle Erklärung der Eltern über finanzielle Abhängigkeit; das ganze musste dann persönlich gegen Abgabe des Fingerabdrucks in München abgeholt werden).
Wenn das erledigt ist, hat man 90 Tage Zeit, nach Chile einzureisen. Ab dem Einreisedatum muss man sich innerhalb 30 Tage bei der Extranjería melden. Dort wird nochmal ein Bild gemacht (das schrecklichste überhaupt), die ganzen Daten nochmal erfasst und ausgedruckt. Man muss sehr genau aufpassen, dass die Daten korrekt sind, sonst könnte es sein, dass man das ganze Prozedere nochmal durchmachen muss. Ach ja, und die wollen 800 pesos. Mit diesem Ausdruck und dem Pass und weiteren 3.500 pesos geht man dann zum Registrato Civil, das ist wieder in einem anderen Stadtviertel. Dort mussten wir dann erstmal ca. 1 Stunde warten. Es werden wieder alle Daten eingegeben, eventuelle Fehler der ersten Stelle entdeckt (was dazu führt, dass man wieder zur Extranjería muss und alles von vorne beginnt), nochmal ein Foto gemacht (diesmal ein besseres, das dann in den Ausweis kommt), die Unterschrift digital erfasst, ein digitaler Fingerabdruck gemacht UND Fingerabdrücke von allen 10 Fingern gemacht, das is ne Sauerei. Nach 1,5 Stunden waren wir dann alle fertig. Wir waren aber nur 3, die das das erste Mal gemacht haben, die anderen 6 (glaub ich) haben das schon zum zweiten Mal gemacht.
Am 7.9. dürfen wir dann unsere Ausweise abholen (wenn alles richtig war).

Montag, 20. August 2007

Eigentlich ist die letzten Tage nicht viel passiert, zumindest nichts Nenneswertes! Über die Uni kann ich ja noch nicht sooo viel sagen, da ich bis jetzt nur ein Fach hatte (Fundamentos de la Administración y Dirección de Empresas), der Prof scheint einen sehr netten Eindruck zu machen. Wir sitzen ca. zu 10 oder so drin, davon 3 Austauschstudenten, und ich versteh Brocken. Wenn wir einen sehr verwirrten Eindruck machen, erklärt er ein paar Begriffe und Situationen auf englisch. Solang er seinen Folien folgt, kann man schon viel verstehen, aber sobald er mit den anderen Studenten so redet und auch noch Witze macht, versteh ich nur noch Bahnhof. Im Ayudantía (Tutorium) wars ganz schlimm. Die Anne-Liese (eine Französin) und ich haben nichts, also gar nichts von dem verstanden, was er erzählt hat! Ein bisschen konnten wir folgen, da es zum Glück 'ne Powerpoint Präsentation gab. Aber die Aussprache war schrecklich. Die Chilenen lassen einfach ganze Silben weg, wenn sie sprechen, vorzugsweise jegliche "s", manchmal kommen Sätze komplett ohne ein "s". Klingt schon gut, aber man, also in dem Fall ich, tut sich halt sehr schwer, etwas zu verstehen.

Am Freitag hab ich kurzerhand beschlossen, den "Jumbo" zu suchen, also eine Supermarktkette, dort gibt es alles, in rauhen Mengen!!! Nachdem ich ja keinen passenden Block gefunden hatte, dachte ich mir, dass es sowas dort wohl geben wird! ABER, noch viel wichtiger, ich hab eine riesige Mall gefunden! Da gibt es wirklich alles! Sogar einen Esprit Shop :-)! Is eigentlich ja auch egal, ich hab ja kein Geld für sowas. Das bisschen, was mir bleibt, wird eisern gespart und fürs Reisen verbraucht! Schließlich bin ich ja deswegen hier, und halt zum Studieren ;-).

Die Wohnungssuche gestaltet sich auch nicht ganz so einfach, wie ich das dachte. Die größte Schwierigkeit ist aber nicht das Angebote Finden, sondern die E-Mails, in denen steht, dass man sich die Wohnung sehr gerne anschauen kann, aber man soll anrufen, wegen Terminabsprache *aaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhh*! Ich kann mich ja nicht mal mit jemandem unterhalten, wenn er vor mir steht, wie soll ich das denn bitte am Telefon machen??? Aber immerhin hab ich morgen schon einen Termin, vielleicht hab ich ja Glück und das ist gleich perfekt.

Hey, aber es gibt ja auch eine gute Nachricht :-): dieses oder nächstes Wochenende geh ich in die Anden Skifahren!!! Juhuu!! Es werden gerade Angebote verglichen, es gibt zum Glück ganz gute Angebote für Studenten.

Freitag, 17. August 2007

Es ist so kalt

Ich hatte mich ja inzwischen fast damit arrangiert, ich will nicht sagen angefreundet, dass man hier auch drinnen ne Jacke anhat (sogar in manchen Restaurants), aber ich wusste immer, wenn ich in mein kleines Zimmerlein in meinem Hostal in Providencia zurückkomme, kann ich meinen kleinen Gasofen anmachen und ich hab zumindest eine kurze Zeit ein bisschen Wärme. Aber gestern Abend ist einfach die Flamme ausgegangen. Somit sitz ich seit gestern Abend in der Kältekammer, ich würde gerne noch Handschuhe anziehen, aber dann kann ich nicht mehr tippen!
Aber zum Glück scheint ja die Sonne!
Es gibt nur einen Ort in Santiago der kälter ist und das ist die Mensa an unserer Uni! Man denkt, das Essen ist so warm, weil es dampft, wenn die die Töpfe aufmachen, das liegt aber nur daran, dass die Umgebungstemperatur so niedrig ist, dass sogar kaltes Essen dampft!

Telefonieren is auch so 'ne Sache, ich hab mir eine Telefonkarte für 2000 pesos gekauft, also 53 Minuten nach Deutschland, funktioniert auch vom Handy aus (steht drauf). Also hab ich daheim angerufen, ca 20 Minuten gesprochen und dann kam auf einmal der "kein Anschluss unter dieser Nummer"-tuut und eine von diesen tollen weiblichen Telefonautomatenstimmen hat gemeint, dass mein Handy für solche Gespräche nicht freigeschaltet ist. Fällt denen früh ein...

Ich glaub, ich hab irgendwo so Taschenwärmer eingepackt, hoffentlich hab ich die im Zuge der Platzschaffung und Gewichteinsparung nicht wieder aus dem Rucksack getan. Ich such mal...


Nachtrag:
Die Taschenwärmer hab ich nicht gefunden, aber mein Gas wurde inzwischen nachgefüllt :-).

Mittwoch, 15. August 2007

Feiertag oder "Lass uns nen Kurs am Mittwoch belegen, der fällt dann morgen gleich aus!"

Heute war in Chile, genauso wie in Bayern, Feiertag, also war heute auch keine Uni. Johanna und ich haben gleich mal die Gelegenheit genutzt und einen kleinen Ausflug gemacht. Zuerst bin ich mit der Metro zu ihr gefahren, von dort haben uns ihre Gastgeber zum Fuße des Cerro San Cristóbal (http://de.wikipedia.org/wiki/Cerro_San_Crist%C3%B3bal_(Santiago_de_Chile)) gefahren. Wir sind mit der Seilbahn hochgefahren (weiß nicht, ob diese Bahn jemals einen TÜV gesehen hat),



haben auf halbem Weg erstmal ein bisschen Aussicht genossen, einerseits die schneebedeckten Berge der Anden und im Vordergrund Palmen


und auf der anderen Seite, leider nicht so erfreulich, die Favelas.


Ganz oben haben wir natürlich einen Rundumblick genossen, bevor wir auf der anderen Seite mit der Zahnradbahn nach Bellavista runtergefahren sind.


In Bellavista haben wir ein schönes Restaurant zum Mittagessen gesucht, was wir auch gefunden haben (allerdings nicht 100% chilenisch). Das Essen war superlecker, allerdings noch nichts für unsere empfindlichen mitteleuropäischen Mägen. Details erspare ich Euch, nur soviel: die Zimtschnecken, die wir bei Johanna noch essen wollten, haben wir nicht mehr angerührt ;-).


Montag, 13. August 2007

Der erste Tag an der Uni

Heute war der erste Tag an der Uni, es war nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte, allerdings war auch noch nicht so viel los.
Ich verabredete mich mit den zwei Jungs, die schon im selben Flugzeug saßen (allerdings economy) an der Bushaltestelle. Busfahrten sind in Santiago sehr abenteuerlich, erstens sind die Busse oft sehr überfüllt, zweitens würden diese Busse bei uns sicherlich nicht durch den TÜV kommen und überhaupt ist der Fahrstil sehr gewöhungsbedürftig. Nach nem Fahrplan richtet sich eh keiner und wenn die Busse voll sind, kann man ewig an der Haltestelle warten. Deshalb bin ich froh, dass ich an der ersten Station einsteigen muss. Die Jungs nicht, deshalb musste ich dann ne halbe Stunde warten.
Zusammen haben wir dann ne kleine Tour über den Campus der Uni bekommen. Die Uni ist schon schön, helle Mensa, drüber ne chill-out-area, Wiese, halt neu und modern, allerdings, wie überall hier, ist es drinnen sehr kalt und zugig. Es gibt ein Fitness-Studio, Tennisplätze, Fußballfeld,...




Das Mensaessen hat zwar etwas länger auf sich warten lassen, aber dafür war das Essen ganz gut und vor allem günstig!

Heute konnte ich dann endlich mein Handy abholen. Entsperrt und mit chilenischer SIM-Karte drin. Ich glaube, es wäre fast günstiger gewesen, ein neues Handy mit prepaid-Karte zu kaufen, aber jetzt ist zu spät!
Die nächste Herausforderung wird werden, einen Block und Ordner zu kaufen. Scheint nicht so einfach zu sein, ich hab noch nicht mal nen Laden gefunden, der sowas hat! Aber morgen, bevor ich Uni hab, kann ich nochmal schauen.
Ach ja, meinen Stundenplan hab ich auch soweit! Sieht sehr leer aus, aber ich habe beschlossen, dieses Semester nur zwei von den fünf Kursen zu belegen, die Chancen stehen gut, dass ich im nächsten Semester besser spanisch kann!

Und jetzt muss ich schlafen, mir fallen gleich die Augen zu, ein bisschen Jetlag scheint noch übrig zu sein...

Sonntag, 12. August 2007

Samstag, 11. August 2007

Tag 2

Nach einer Nacht Schlaf sieht alles schon besser aus! Mein Schlafsack hat sich definitv gelohnt, mich hat heut Nacht nicht gefroren :-)!!! Tagsüber in der Sonne war es sehr schön angenehm warm, sogar tatsächlich wärmer als drinnen.
Am Vormittag hab ich mich auf die Suche nach einem Adapter und einer Sim-Karte für mein Handy gemacht. Einen Adapter hab ich gefunden, allerdings den falschen gekauft (den einen, den mir ein Mädel hier aus dem Hostel geliehen hat, hat heute mein Föhn nicht gemocht, is irgendwie verschmort; der Föhn is noch ganz, zum Glück --> das wären diverse Paar Socken, die ich mehr hätte mitnehmen können), eine Sim-Karte hätte ich auch gefunden, aber leider ist mein Handy gesperrt, am Montag kann ich es dann samt Karte, Guthaben und entsperrt wieder abholen, dann bin ich endlich wieder mobil erreichbar!
Am Nachmittag hab ich dann WLan eingerichtet, jetzt kann ich von meinem Laptop in meinem Zimmer, wo die Heizung steht, ins Internet. Das ist sehr viel angenehmer.
Um 5 kam dann die Katrin, mein Buddy von der UDD, und wir sind an die Uni gefahren. Das ist schon fast eine Weltreise. Der Stadtteil, in dem die Uni liegt, ist schon oberhalb von Santiago am Fuße der Berge, sehr idyllisch gelegen mit einer super Aussicht (man kann den Smog von Santiago sehen). Leider hatte ich die Digicam nicht dabei, wären schöne Bilder geworden, aber ich hab sicherlich noch öfter die Gelegenheit, an der Uni ist Anwesenheitspflicht.
Eigentlich wollte ich heute Abend noch weggehen mit den anderen Austauschstudenten, aber ich glaub, die Müdigkeit siegt. Eine Stunde hab ich noch zum Ausruhen, mal sehen...

Freitag, 10. August 2007

Angekommen

Seit ein paar Stunden befinde ich mich jetzt auf dem anderen Kontinent, fühlt sich sehr komisch an! Ich verstehe nicht allzu viel und mit Englisch kommt man hier auch nicht so weit! Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt, aber das wird schon!
Immerhin konnte ich warm duschen, allerdings sind meine Haare noch nass, weil ich keinen Adapter für meinen Fön gefunden habe, was relativ blöd ist, weil es draußen (und erst recht drinnen) halt irgendwie kühle Temperaturen hat (auch wenn es wärmer ist, als ich dachte). Drum lauf ich jetzt halt drinnen mit Mütze und Fleecejacke rum.

Der Flug (der ewig dauerte) war recht angenehm, in München hat die nette Dame beim Check In ein Auge zugedrückt bei meinem 2.7kg Übergepäck, konnte mir dafür aber kein Ticket für den Anschlussflug Zürich - Santiago ausdrucken, was aber aber nicht so schlimm war, denn in Zürich hab ich dafür ein Ticket für die Business Class bekommen, weil der komplette Flug ausgebucht war! Das war so angenehm, ich hab sogar richtig gut geschlafen und das Essen war auch sehr gut! Leider hatte die Johanna nicht so ein Glück und musste hinten in der Economy Class sitzen.







Am Flughafen in Santiago herrschte dann erstmal ein wenig Chaos, aber auch das haben wir gemeistert. Ich wurde abgeholt und direkt in mein Hostel gebracht. Das ist noch so eine Sache. Hier ist ja bekannterweise gerade Winter (wenn auch nicht so kalt, wie es zu Hause oft ist), und von der Stadt aus kann man auch die weißen Berge der Anden sehen (sind nur so eine Stunde entfernt), aber ich dachte bis jetzt, dass meine alte Wohnung in Bamberg nicht isoliert war, aber hier, das ist halt nochmal ne andere Klasse! Immerhin hab ich ne kleine Gasheizung in meinem Zimmer, die ich tagsüber, wenn ich in meinem 4qm Zimmer bin, anmachen darf!

Ich denke, die kleinen Anlaufschwierigkeiten werden sich bald geben, wenn ich mal an der Uni war und ein paar Leute kennenlerne (die ersten wohl schon morgen Abend)!

Ansonsten ist der erste Eindruck von Santiago sehr positiv, die Leute sind sehr freundlich und hilfsbereit, die Berge sind nicht weit und schön ists auch.

Mittwoch, 8. August 2007

Die letzte Nacht daheim

Jetzt ist es soweit, noch einmal schlafen und dann gehts los. Schon komisch, man wartet sooo lange und auf einmal geht es so schnell.
Morgen muss ich noch die letzten Sachen packen, was echt schwierig ist bei nur 20kg Gepäck, das restliche Choas beseitigen und um 20.40 geht der Flieger ab München über Zürich, wo ich die Johanna treffen werde, Sao Paolo nach Santiago. Das Wetter hier ist schon die richtige Einstimmung auf den Winter in Chile: nass, kalt und echt eklig.




Dienstag, 7. August 2007

letzte Impressionen




Posted by Picasa

Noch 2 Tage

Die wichtigsten Dinge sind erledigt, das Abenteuer kann also losgehen! So langsam kommt die Nervosität auch.

Die letzten Tage waren sehr anstrengend. Bis Dienstag hatte ich die üblichen Klausuren am Ende des Semesters, dann die Parties, die diesmal irgendwie einen traurigen Beigeschmack hatten und am Schluss war noch das leere WG-Zimmer am Sonnenplätzchen übrig.

Daheim muss ich natürlich alles ausnutzen, was ich jetzt ein Jahr lang nicht machen kann. Deswegen hab ich gleich mal die Gelegenheit genutzt und auf dem Nebelhorn übernachtet. Am Abend sind wir zum Seealpsee gelaufen, was einfach traumhaft war, keine Leute, herrliches Licht und halt einfach schön. Brotzeit gabs dann bei Sonnenuntergang auf der Terasse und danach noch einen gemütlichen Abend im Probsthaus.
Am nächsten Tag sind wir noch auf den Gipfel gelaufen und ein wenig gechillt und mittags bin ich wieder runter (mit der Bahn).

Jetzt verabschiede ich mich langsam von Freunden, ehemaligen Kollegen, ... und besorge noch die letzten Sachen, dass ich am Donnerstag mit ruhigem Gewissen nach München zum Flughafen fahren kann...