Mittwoch, 2. Juli 2008

De vuelta en Alemania

So schnell geht das dann doch, die letzten Klausuren, die letzten Male Weggehen, die teilweise schweren Abschiede und schon sitz ich wieder im alten Trott daheim...
Klar ist es schön, wieder in der gewohnten Umgebung bei Familie und Freunden mit guter und frischer Luft zu sein, aber ein Jahr so weit weg prägt doch, und zum Schluss haben wir so tolle Menschen und gute Freunde kennengelernt. Komisches Gefühl, wenn man in den Flieger steigt und nicht weiß ob und wann man diese tollen Leute und das Land wiedersieht...
Die letzten Tage haben wir das Nachtleben noch ausgiebig ausgekostet, nebenher die letzten Abschlussexamen geschrieben und alles nochmal ein letztes Mal genossen.
Im Flieger haben wirs uns dann gutgehen lassen, mit einem leckeren Wein zum Essen (werd ich nie verstehen, wieso die auf dem Flug von Chile australischen Rotwein haben).
Eigentlich hat mich der Abschiedsschmerz so richtig erst im Landeanflug auf München gepackt, als ich alleine war, weil Steffi in Zürich ja nach Nürnberg weitergeflogen ist.
Mama und Papa haben mich dann vom Flughafen abgeholt und auf der Heimfahrt (vorher musste ich aber erst meine Winterklamotten gegen leichte Schuhe und T-Shirt tauschen) gab es gleich mal ein Kilo frische Erdbeeren (die ich fast komplett alleine gegessen habe) und Spargel fürs Abendessen...
Also essenstechnisch habe ich mich schon sehr schnell wieder an Daheim gewöhnt, aber alles andere wird noch eine Weile dauern.
Rückblickend war es wohl das aufregendste Jahr, ich habe viel erlebt, viel gelernt (mehr fürs Leben als für die Uni) und tolle Menschen getroffen...
Und jetzt sitz ich wieder in Bamberg, sollte lernen und weiß noch gar nicht, wie ich die nächste Zeit ohne die wöchentlichen Abenteuer überstehen soll.

Samstag, 7. Juni 2008

Noch drei Wochen

2008_06_06



Irgendwie spielt das Wetter momentan ein wenig verrückt, mal ist es a...kalt (vor allem in der Wohnung), dann regnet es, dass das Wasser entweder durch die Lampe oder durch den Dunstabzug in die Küche kommt, und dann gibt es Tage wie heute, an denen es echt wieder schön warm ist und an Frühlingsanfang erinnert.
Ansonsten versuch ich grad die letzten drei Wochen hier zu genießen und die ganzen Dinge zum letzten Mal zu machen...

Sonntag, 25. Mai 2008

Countdown

Jetzt ist es schon ewig her, dass ich was geschrieben habe. Aber es ist auch nicht wirklich viel Spannendes passiert und die Uni hat uns ziemlich in Anspruch genommen. In Marketing wöchentlich wechselnd Präsentation und Control, Dirección de Empresas ca. alle 3 Wochen Präsentation, Desarrollo Organisación auch fast wöchentlich Controls und Planificación läuft so nebenher... Diese Woche sind die letzten Zwischenprüfungen und in einem Monat ist alles vorbei...

Abwechslung gabs dann durch gelegentliche Shoppingausflüge (was aber eher Windowshopping gleicht, da ja das Gepäck für den Rückflug immer noch auf 20kg begrenzt ist, und wir leider nicht mit Air France fliegen, die vor Kurzem das aufgegebene Gepäck auf 2x23kg erhöht hat) und Kochabende mit unseren japanischen Freunden.
Ja und DAS Highlight und zugleich quasi fast Abschluss dieses ereignisreichen Jahres war der Urlaub auf Rapa Nui (Osterinsel). Am 17. Mai sind Steffi und ich um 8 Uhr morgens in den Flieger auf die am weitesten isolierte Insel im Pazifik (gehört aber zu Chile) gestiegen und haben eine knappe Woche Erholung, Südseefeeling und die schönste aller Reisen genossen.
Wir wurden am Flughafen mit den typischen Blumenketten begrüßt und schon auf der Fahrt zur Unterkunft (stilvoll in einem fast schrottreifen VW Bus, aber saucool) hatten wir die ersten Mangos in der Hand.
Die Insel ist einfach der Wahnsinn, jegliche Beschreibung und jedes Foto reicht nur ansatzweise an die Realität. Auf der Insel leben ca. 4000 Menschen, die Preise sind sehr hoch (1,5l Wasser ca 2-3 €) und die Landschaft ist atemberaubend, wir sind glaub ich drei Tage nur mit offenem Mund rumgelaufen...
Wir hatten das Glück, dass der Cousin der Vermieterin uns zwei Tage mit seinem Pickup über die Insel kutschierte und uns alle mit dem Auto zugänglichen Ecken zeigte, sämtliche Moais, die über die ganze Insel verteilt sind, mehr oder weniger verwittert und wieder restauriert dank großzügiger Spenden der Japaner, Höhlen und Aussichtspunkte mit atemberaubenden Aussichten.
Ja und die Früchte, die dort wachsen, Paradies... Mango bis zum Umfallen, direkt vor unserer Tür, also zum Frühtück: Mangomarmelade, frische Mango und Mangosaft, nebenbei immer wieder den ganzen Tag Mango und abends Mangodaiquiry.... ach ja, und Bananen, auch frisch von der Staude, dann gabs noch Chirimoya und leider zu anderen Jahreszeiten Kokosnuss, Ananas und Papaya.
Das Klima ist subtropisch, deswegen brauchten wir uns um Temperaturen keine großen Sorgen machen, aber Mai ist der regenreichste Monat. Tja, aber wie heißts so schön? Wenn Engel reisen... und wir hatten, wie schon bei den vorigen Reisen, unverschämtes Glück, es hat nur zwei Mal geregnet und das auch nur ganz kurz, dafür ging an den ersten beiden Tagen ein sehr starker Wind. UND wir sind für eine Woche dem Megaregenwetter in Santiago entkommen. Es gab Hochwasser, Bäume sind in Metrostationen gestürzt und am Morgen, nachdem ich wieder heimkam, hatten wir Wasser in der Küche, kam durch die Lampe... sehr spannend, das Wasser ist noch in der Lampe, jemand zum Nachschauen kommt morgen.
Ja, aber da Bilder mehr als tausend Worte sagen...
Rapa Nui


Sonntag, 6. April 2008

Endlich Alltag

Mir fällt keine Überschrift ein, ich könnte vielleicht noch ein Magengeschwür hinzufügen, was letztes Mal noch gefehlt hat. Aber nein, eigentlich geht es mir ja inzwischen ganz gut. Ich habe eine Woche Durchfall überstanden, bin in den letzten Zügen meiner Erkältung und das Augenpflaster, das mir der Arzt gestern auf mein Auge gepappt hat, hab ich unerlaubterweise schon früher entfernt ("Antiallergische Pflaster? Nein, sowas haben wir hier nicht!" Zitat Arzt). Ja, ich habe eine chilenische Klinik getestet und meine Auslandskrankenversicherung in Anspruch genommen und muss sagen, gar nicht so übel die Clinica Alemana. Aber zum Glück wars nicht schlimm, ich hatte nur irgendwas riesiges in meinem Auge und wollte sichergehen, dass es nix Schlimmes ist, nachdem es wohl nach 20 Stunden von ganz alleine wieder rauskam. Ist auch schon fast wieder gut.

Die letzten Wochen waren ansonsten recht nervenaufreibend, aber schon um einiges ruhiger als der Anfang. Wir haben die Arbeitsgruppe für Marketing erfolgreich gewechselt, das ok bekommen, dass wir unsere Examen final früher schreiben dürfen und der Heimflug Ende Juni ist gebucht :-). Also kann ich schon fast den Countdown rückwärts anfangen.

Mittwoch, 19. März 2008

Chaos ohne Ende - Wie erhöhe ich mein Herzinfarktrisiko oder: So bekomme ich garantiert bald die ersten grauen Haare

So schauts aus...
Eigentlich sollte ich gerade zwei Kapitel aus Kotlers Marktingmanagement und ein Harvard Business School Paper lesen, bzw. schon lange gelesen haben, aber es fehlt, wie so oft, die Motivation.
Seit zwei Wochen hat hier das zweite Semester angefangen und so langsam, sehr langsam beginnt sich das Chaos aufzulösen, aber nicht ohne dass neue Stressfaktoren dazukommen.
Im Februar sollten wir unserer Koordinatorin unsere Kursliste schicken, was wir auch getan haben Nachdem irgendwie wohl ein Kurs dieses Semester nicht stattfindet und wir einen Alternativkurs gefunden haben und die Stundenüberschneidung mit einem anderen Kurs mit dem Professor geregelt hatten, sollte eigentlich alles klar sein. Pustekuchen... Wir sind noch in keinem Kurs offiziell eingeschrieben, das bedeutet in keiner offiziellen Liste der Uni und somit auch in keinem E-Mail Verteiler, die dafür da sind, uns armen Studenten Unterlagen zu senden bzw. uns Bescheid zu geben, wenn mal eine Stunde ausfällt! Also sind wir jetzt schon zum dritten Mal UMSONST 2 (!!!) Stunden in Transantiago, morgens im Hauptverkehr zur Uni gegurkt um zu erfahren, dass die Profe nicht da ist! Großer Spaß, vor allem, wenn das die einzige Stunde war, die wir an dem Tag hatten! Aber wir wissen ja: pobrecitos, pero no se preocupen, vamos a reglar todos! Zum Ausflippen!
Wenn man endlich mal rausgefunden hat, welche Unterlagen man braucht und wo man sie findet, muss man sie im Normalfall auch noch im Copyshop kopieren. Auch noch so ´ne Herausforderung, die unter Umständen sehr viel Zeit in Anspruch nimmt! Nummer ziehen, ewig warten und wenn man Pech hat, wird die Nummer, die man hat einfach Übersprungen, also verursacht man ein Riesenchaos, indem man darauf besteht, dass man ja schon eine halbe Stunde wartet und jetzt eigentlich dran ist!
Und das Schlimmste diese Woche: im Café gab´s entweder keine Milch, oder die Kaffeemaschine war kaputt!!!!!
Und zu guter letzt, da wir ja jetzt die organisatorischen Sachen so gut wie geklärt haben, nachdem wir in der Fakultät schon persönlich bekannt sind, wurden wir endlich in die Wissenschaft der Gruppenarbeit in Chile eingeführt! Katastrophe!!!!! Präsentation fällig: Dienstag; Aufgabenstellung: eine Woche davor; erster Termin für ein Treffen der Gruppe: Donnerstag nach dem Tutorium (wir zwei Deutsche haben verstanden, dass in der Woche kein Tutorium stattfindet, die Chilenen haben darauf bestanden, dass der Profe gesagt hat, es findet statt): kein Chilene da, weder zum Tutorium noch zur Besprechung. Doof, dass der Chilene die Telefonnummern hat!! Samstag klingelt das Telefon: wir treffen uns Sonntag, er meldet sich wegen der Uhrzeit! Sonntag klingelt das Telefon: wir können uns nicht treffen, weil 2 von 6 Leuten nicht da sind, wir treffen uns Montag um 13 Uhr in der Uni, und wir sollen den Text bis dann lesen. Alles klar, Steffi und ich fahren extra wieder eine Stunde Transantiago. Die Gruppe war komplett um 13.30Uhr, sei ganz normal! Ratespiel: Wer hat den Text nicht gelesen? Haha, alle drei Chilenen natürlich! Das nächste Problem war, dass keiner die wirkliche Aufgabe kannte - also auf ins Büro der Tutorin (inzwischen hatten die drei den Text gelesen). Nachdem wir dann alles geklärt hatten, die drei immer noch nicht wirklich ´nen Plan hatten, haben wir dann um 15.30 Uhr mit der Arbeit angefangen! Das dauerte dann zwei Stunden, die Noten waren schlecht und die Laune am Boden!!! Den drei Jungs haben wir dann noch fünf Mal erklärt, dass das in Zukunft so nicht läuft und zum nächsten Treffen alle den Text gelesen haben und wir uns pünktlich treffen!!! Bin gespannt, das wäre dann Morgen!
Ich bin einfach zu ungeduldig für dieses Land hier! Aber es gibt zum Glück auch ein paar normale Menschen hier! Die Gruppe aus einem anderen Kurs macht irgendwie alles alleine, wir sollten eine Firma aussuchen, über die wir ein ganzes Semester eine Präsentation entweder über Entrepreneurship oder Outsourcing erstellen sollen, mit regelmäßigem persönlichen Kontakt. Wir wissen aber noch nicht mal, welche Firma das ist, weil die uns nichtmal das sagen! Tja, mal sehen!
Vielleicht war es besser, dass ich im ersten Semester ein bisschen später gekommen bin, somit hab ich das anfängliche Chaos nicht so mitbekommen, vielleicht lags auch einfach daran, das ich damals noch nichts verstanden habe, wer weiß...

Donnerstag, 6. März 2008

El segundo semestre

So, jetzt kanns also losgehen. Die Reise ist beendet, wenn auch noch nicht alle Eindrücke verarbeitet sind und ein Zimmer hab ich tatsächlich auch noch gefunden, eine WG mit einer Bolivianerin und einer Kolumbianerin (die ich wenigstens sehr gut verstehe, wenn sie spanisch sprechen) und für einen Monat wohnt noch eine Japanerin hier, die gerade im Urlaub ist. Seit gestern ist eigentlich auch Uni, nur sind die alle so planlos und noch gar nicht fertig, dass das alles gerade hier ein wenig chaotisch ist. Die erste Stunde ist gleich mal ausgefallen, was wir natürlich erst erfahren haben, nachdem wir den einstündigen Weg zur Uni hinter uns gebracht hatten. Ob wir die benötigten Kurse für Bamberg alles so machen können, wie wir uns das vorstellen ist auch noch nicht ganz sicher, weil es Überschneidungen gibt und hier ja Anwesenheitspflicht herrscht. Mal sehen, wie die das alles regeln, ich mach mir jetzt keine Gedanken, sonst krieg ich hier echt noch meinen ersten Herzinfarkt oder noch schlimmer, die ersten grauen Haare.
Inzwischen haben wir doch tatsächlich mit etwas Sport angefangen, das Fitnessstudio der Uni ist schon ganz gut ausgestattet, und ich glaube, wir können unsere Mission erfolgreich bestreiten und die überflüssigen und sinnlos angefutterten Pfunde rechtzeitig zum chilenischen Winter und zum deutschen Sommer wieder loswerden!

Mittwoch, 27. Februar 2008

Inzwischen sind wir am Ende unserer Reise angelangt. Seit gestern sind wir in Arica, im Norden Chiles an der peruanischen Grenze.
Nachdem wir in La Paz geschlemmt und uns von den vielen Eindruecken fast erschlagen fuehlten, von der Groesse der Stadt, der duennen Luft auf fast 4000m, den vielen Farben, freundlichen Menschen und der grossstadtueblichen Hektik, sind wir weitergefahren zum Titikakasee nach Copacabana. yeah, und wir haben uns mal wieder ein Hotel gegoennt mit richtig tollem Fruehstueck (haha, der Besitzer ist auch deutsch). Leider konnten wir die ganzen Vorzuege nicht so geniessen, da wir alle, mehr oder weniger, flach lagen und mal wieder den kulinarischen Genuessen Suedamerikas und seinen Folgen unterlegen waren!
Am naechsten Tag fuhren wir dann bei stroemendem Regen auf die Isla del Sol und wurden aber auf der Insel auch tatsaechlich von Sonnenschein begruesst! Dort haben wir uns ein paar Inkaruinen angeschaut und sind ueber die Insel gelaufen! Landschaftlich einfach traumhaft und die Leute superlieb! Sehr witzig, wenn einen die schuechternen Frauen in ihren bunten Roecken und nur noch zwei Zaehnen im Mund so anlachen.
Danach gings weiter nach Cuzco. Tja, wir haben die Streiktage erwischt, der Vorteil: die Stadt war fast frei von Autos und jeglicher Hektik. Der Nachteil: fast alles hatte zu und wenn man irgendwo drin war, wurden staendig die Tueren und Fenster verbarikadiert, aus Angst vor Zerstoerungswut! Aber wir habens dann doch tatsaechlich in die Inkastadt Machu Pichu geschafft, nach 4 h Zugfahrt und Bus waren wir endlich oben, mit dem obligatorischen Regenwetter, aber gluecklicherweise nicht so viel!! In Cuzco haben wirs und echt gutgehen lassen, geschlemmt, geshoppt fuer den naechsten Winter, und einfach den Flair der Stadt genossen! Sehr schoen, mehr kann ich nicht dazu sagen! Ich muss da nochmal hin, vor allem laenger nach Peru!
Morgen gehts wieder nach Santiago und dann sollte ich noch ne Wohnung finden! Und naechste Woche geht der Unialltag wieder los!

Sonntag, 17. Februar 2008

Samstag, 16. Februar 2008

Yeahyeah

Jetzt sind wir schon in La Paz und haben die Jeeptour durch die Wueste Boliviens und den Salar de Uyuni hinter uns gebracht! Es sind bis jetzt viel zu viele Eindruecke, aber kurz zusammengefasst: sehr sehr beeindruckend, schoen und definitiv lohnenswert!! Einige Bilder der letzten Wochen zwecks Eindruecken habe ich mal wieder hochgeladen... also schauen :-)!
Hab jetzt keine Zeit, es gibt Essen :-)! Wir geniessen jetzt hier ein bisschen Grossstadtleben in La Paz und verarbeiten die Eindruecke der letzten Zeit!

Montag, 11. Februar 2008

El tiempo està corriendo

Ok, was haben wir inzwischen alles gemacht? Viel, sehr viel!!! Nachdem wir in Ushuaia ein wenig relaxt haben, sind wir auf abenteuerliche Weise mit der argentinischen Staatsairline LADE nach Buenos Aires geflogen, 10 h, normal knapp die Haelfte. Aber dafuer war der Flug billig! Nach 6 Starts, 6 Landungen und 2 Flugzeugen haben wir Buenos Aires erreicht, schon sehr gross diese Stadt! Aber sehr schoen! Gewohnt haben wir in einem Hostel in San Telmo, dem Stadtteil, wo der Tango seinen Ursprung hat! Sehr viel Flair, sehr schoene Strassencafès und sehr nette und entspannte Leute, so hab ich mir Suedamerika eher vorgestellt! Nach zwei Tagen Powersightseeing und etwas Shopping sind wir dann weiter nach Iguazu gefahren, allerdings hat sich unsere Reisegruppe etwas veraendert, Arnd reist mit einer Freundin weiter und Steffi und Johanna sind dazugekommen!
Iguazu war absolut beeindruckend. Am ersten Tag haben wir uns die Faelle von der brasilianischen Seite angeschaut und am zweiten Tag gabs die volle Droehnung auf der argentinischen Seite mit Safari durch den subtropischen Regenwald und Bootstour unter die Faelle mit Komplettdusche! War sehr erfrischend bei der Hitze ( ich hab in meinem ganzen Leben noch nie so geschwitzt)!!
Danach gings weiter, etwas abenteuerlicher, nach Paraguay! Trotz aller Warnungen vor dreisten und gefaehrlichen Dieben haben wir es gewagt und es hat sich absolut gelohnt!!!!!! Die Leute waren sehr nett!!! Das Land ist wahnsinnig interessant und unbeschreiblich schoen!!! Die ganzen Grenztheater und Wartezeiten auf diverse Busse (Ausreise Argentinien, Einreise Brasilien, Ausreise Brasilien und endlich Einreise Paraguay) haben sich gelohnt! Leider haben wir keine Fotos gemacht, weil sich keiner getraut hat, die Kamera mitzunehmen! Also haben wir alles sehr positiv und mit vielen guten Eindruecken ueberstanden! Ausserdem gabs die besten Ananas und Mango und und und...
Morgen fahren wir nach Chile, San Pedro de Atacama und beginnen am Mittwoch eine 4-taegige Jeeptour durch die Salar de Uyuni in Bolivien und landen dann in La Paz!
Jetzt werden wir uns noch ein wenig Salta anschauen.

Mittwoch, 30. Januar 2008

Endstation

..., eigentlich nicht wirklich, aber wir befinden uns am offiziellen Ende der Welt, in der suedlichsten Stadt der Welt, in Ushuaia, Argentinien!
In Puerto Natales haben wir noch zwei sehr schoene Tagestrips in den Torres del Paine gemacht. Am ersten Tag eine Busfahrt zu ein paar schoenen Ecken des Parks und zwei kleine Spaziergaenge zu einem Wasserfall und einem Aussichtspunkt das Glaciar Grey (schon wieder ein Gletscher), der Park ist riesig und ueberall stehen Guanacos (Lamas) und rennen Fuechse rum, leider haben wir keine Pumas gesehen. Am zweiten Tag haben wir dann einen Trek zum Aussichtspunkt der Torres gemacht, auch sehr schoen, aber etwas anstrengend. Leider haben sich meine Knie noch nicht wiedr regeneriert und ich habe beschlossen, das wandern sein zu lassen!
Von Puerto Natales sind wir dann wieder ueber die Grenze nach Argentinien gefahren und sind jetzt seit Freitag Abend hier in Ushuaia. Auf dem Weg hat es sich teilweise echt angefuehlt, wie am Ende der Welt, der Himmel war sehr bewoelkt und somit hat man nicht wirklich nen Unterschied zwischen Himmel und Horizont im Meer gesehen, sah sehr beeindruckend aus. Ushuaia ist umgeben von Bergen und auf der einen Seite dem Beagle Kanal. Eigntlich regnet es hier immer und ist kalt, aber wie immer bis jetzt haben wir so verdammtes Glueck, dass die Sonne fast immer scheint und es nur ganz wenig (ausser letzte Nacht sehr ausgiebig) regnet. Leider hatte ich hier nicht so einen guten Start. Am ersten Abend waren wir noch was essen und dann in einem Irish Pub mit zwei anderen deutschen, die wir in El Chalten kennengelernt haben und die uns irgendwie immer wieder zu folgen scheinen! Ich hab dann den Abend spontan abgebrochen, nachdem mir schlecht war, ich hab mich auch die halbe Nacht noch uebergeben (NEIN, ich habe keinen Alkohol getrunken!). Also hab ich mich hier die letzten Tage etwas erholt. Vorgestern waren wir reiten und haben sehr schoene Aussichten ueber den Beagle Channel nach Chile rueber (woch auch in Wirklichkeit die suedlichste Stadt bzw. Dorf der Welt liegt, die vermarkten das nur nicht, is auch nur ein Fischerdorf) genossen. Heute waren wir auf einem Berg mit einer wahnsinns Aussicht ueber die Stadt und den Kanal! Da hab ich auch beschlossen, das wandern die naechste Zeit sein zu lassen, nix fuer meine alten Knie mehr!
Aber jetzt steht eh erstmal Citytour Buenos Aires an. Morgen fliegen wir nach Buenos Aires und hoffen, dass die Preise dort wieder etwas an unser Budget (das eigentlich schon lange gesprengt ist) angepasst sind. Montag sind wir dann an den Foz de Iguazu und dann gehts weiter in andere kulturelle Regionen wie Asuncion, Sucre, Salar de Uyuni, La Paz, Lago Titicaca, Cuzco, Machu Pichu und keine Ahnung, je nachdem, wie schnell uns die oeffentlichen Verkehrsmittel da oben von Ort zu Ort bringen. Dies wird nicht gerade durch die Regenzeit beguenstigt. Mal sehen, wo´s uns noch hintreibt, bis jetzt hatten wir auf jeden Fall eine super Zeit!

Dienstag, 22. Januar 2008

Back in Chile

Seit heute Nachmittag sind wir wieder in Chile, in Puerto Natales, der naechste Ort vor dem Parque Nacional Torres del Paine.
Die letzten Tage haben wir uns sportlich etwas mehr betaetigt. Wir sind von El Calafate aus nach El Chaltèn in den Parque Nacional Los Glaciares gefahren und haben dor drei Tage verbracht. Ein kleiner Ort, voll von Backpackern, Campern und Bergfanatikern, der fuer jeden etwas zu bieten hat, 99% der Aktivitaeten ist Wandern in allen Schwierigkeitsgraden. Am ersten Tag haben wir zum "Warmlaufen" eine ca. 8 stuendige Tour gemacht. Zum Mirador des Cerro Fitz Roy und zu einem Gletscher mit einem kleinen See, sehr idyllisch, aber schon ein wenig anstrengend fuer untrainierte Beine wie meine, ausserdem konnte ich vor Knieschmerzen am Abend und am naechsten Tag fast nicht mehr laufen, also haben wir am naechsten Tag einen eher netten Spaziergang zu einem Wasserfall gemacht, dass wir fuer die eigentlich wichtigste Tour fit sind. Fast ohne Knieschmerzen sind wir am dritten Tag dann mit einer gefuehrten Tour morgens um 7 Uhr zum Mirador des Cerro Torre und einem Gletscher gelaufen und haben einen Trek in den Gletscher gemacht! Sehr cool! Hat sich auf jeden Fall gelohnt! Abends um 8 Uhr waren wir wieder im Ort, also ein ausgefuellter Tag! (Fotos kommen noch)http://www.todocalafate.com/elchalten_fitzroy.php
Ich muss sagen, mit dem Wetter hatten wir bis jetzt sehr viel Glueck, wir konnten alles machen, was wir uns vorgenommen hatten und eigentlich immer bei Sonnenschein! Hoffentlich haelt das noch eine Weile!
Morgen werden wir dann eine Tagestour in den Torres del Paine machen (als chilenischer Student bekommt man sogar Ermaessigung beim Eintritt, $ 4.000 statt $ 14.000). Bin sehr gespannt!

Mittwoch, 16. Januar 2008

Relajar en El Calafate

Nach ca. 24h on the road im Bus (sehr dekadent Cama, also fast wie Businessclass im Flugzeug, mit Rotwein zum Abendessen) ueber Rio Gallegos sind wir jetzt seit Sonntag Abend in El Calafate. Hier werden die Tage immer laenger (die Sonne geht gegen 23 Uhr unter) und die Preise immer hoeher.
Eigentlich ist hier auch gar nix los. El Calafate ist ein kleiner touristischer Ort am Parque Nacional Los Glaciares. Am Montag haben wir eine Tour zum Gletscher Perito Moreno (der kleinste, aber bekannteste) gemacht, mit einer Bootsfahrt und dem ueblichen Getuemmel am Aussichtsbalkon. Ist schon gigantisch so ein Gletscher, das Eis schimmert in allen moeglichen Blautoenen.
Leider ist das Internet hier im Sueden sehr langsam (laeuft noch ueber eine Satellitenverbindung), drum wuerde es Jahrhunderte dauern, die Bilder hochzuladen. Sobald wir wieder irgendwo mit "normaler" Verbindung sind, werde ich das natuerlich nachholen!
Ansonsten gibt es hier nicht so viel zu machen, es ist sehr windig, die Temperaturen sinken auch langsam und die angebotenen Touren, z.B. Wanderung in den Gletscher, sind so unverhaeltnismaessig teuer, dass wir hier zwei Ausruhtage einlegen und morgen weiterfahren nach El Chaltèn und zum Parque Nacional Fitzroy, angeblich genauso beeindruckend wie Torres del Paine in Chile, nur viel guenstiger, weil man direkt vom Ort aus loswandern kann und keine Parkeintrittsgebuehren bezahlen muss. Trotzdem werden wir natuerlich danach nach Puerto Natales und Torres del Paine fahren, ein Muss, wenn man schon in Chile ist!
Also wird heute noch ein bisschen die schoene Atmosphaere in unserem Hostel mit Billiardtisch, Couchecke, Bar und superschoenem Blick ausgenutzt und morgen fahren wir dann weiter!

Freitag, 11. Januar 2008

Don´t cry for me Argentina...

So, jetzt muss ich Euch endlich mal wieder updaten (was grad nicht so einfach ist, weil die Tastatur hier im Locutorio in Puerto Madryn, Argentina, recht sch... ist).
Seit 2,5 Wochen sind wir nun unterwegs, ich versuch mal, das ganze chronologisch hinzubekommen!
Los gings am 25. Dezember, abends um 21.45 vom Busterminal in Santiago, Nachtfahrt nach Villarrica, in der Region Los Lagos in Chile. Dort haben wir morgens um halb acht unser sehr cooles Hostel einer schweizer Familie bezogen und dann gings los. Erst ein bisschen Staedtchen erkunden, sehr klein, aber sehr nett und dann haben wir eine kleine Mountainbiketour gemacht. Abends kam dann gleich das erste Highlight. Da ja in Chile ueberall Vulkane sind, gibt es auch fast ueberall irgendwelche heissen Termen, sehr entspannend, nachts unter Sternenhimmel eine nette Einstimmung auf die 2 monatige Reise. Auf der Rueckfahrt um 12 Uhr nachts hab ich die ganze Zeit geschlafen.
Am naechsten Tag haben wir dann das ueberall angepriesene Canopy getestet, war sehr spassig, an Seilen ueber Schluchten und durch Baeume "fliegen". Und dann haben wir uns ne Weile an den Strand am See gelegt und uns fuer das groesste Abenteuer in der Ecke vorbereitet: die Vulkanbesteigung. Der Villarrica ist ca 2800m hoch und ein rauchiger Vulkan. Also sind wir mit einer Gruppe und noch gefuehlten 1000 anderen Touris da hochgelatscht, schon bisschen anstrengend so im Schnee hochzustiefeln. Aber hat sich definitiv gelohnt, auch wenn oben die Luft durch den ganzen Schwefeldampf zeitweise recht duenn wurde!! Runter gings dann auf dem Hintern, unten waren wir alle klitschnass!!
Am naechsten Tag gings weiter Richtung Sueden nach Valdivia, ein sehr ruhiges kleines Staedtchen, wo wir sehr gemuetlich mit einem Asado (Barbecue) im Hostel Silvester gefeiert haben. In Valdivia gibt es wohl sehr viele Deutsche, die irgenwann 1850 oder so ausgewandert sind, leider haben wir keinen getroffen, aber Brauerei Kunstmann, wohl das beste Bier Chiles, gebraut nach Bayerischem Reinheitsgebot, eine kleine Bierprobe konnten wir uns natuerlich auich nicht entgehen lassen. Danach hab ich noch eine leckere Sachertorte gegessen.
An Neujahr mussten wir recht frueh aufstehen, weil wir uns zu spaet um einen Bus gekuemmert hatten, und die am Nachmittag waren demnach schon ausgebucht, also gings etwas verschlafen weiter nach Puerto Varas, wo ich ja ca 3 Wochen vorher mit Johanna schonmal war. Wir haben nochmal die Saltos angeschaut und sind nach Frutillar gefaren, wo es dann schon etwas deutscher aussah, also halt aehnlich wie im Schwarzwald von der Architektur. Wir waren in einem deutschen Museum, sehr witzig, sah irgendwie aus wie bei Oma mit einem sehr schoenem Blick auf den Lago Llanquihue.
Von Puerto Varas aus gins dann ueber die Anden nach Argentinien. Der erste Stop war fast irreal aussieht, wir vermuten, die haben Pappwaende ringsrum aufgestellt und Bilder draufgemalt! Die Stadt selber hat was von Disneyland mit sehr vielen Schokolaeden, angeblich die beste Schokolade Argentiniens. War schon sehr lecker!!!! Ausser Schokolade Essen waren wir noch ein wenig wandern, haben sehr leckeres Curanto gegessen (Loch im Boden, heisse Steine und viel Essen: Fleisch, Wuerste, Kartoffel, Suesskartoffel, Karotten, Kuerbis, Mais und Kaese; das wird dann mit Blaettern und Zweigen und Decken und ganz oben drauf Erde abgedeckt und bleibt dann ca 1,5h da drin, dann wird das wieder aufgedeckt und schmeckt superlecker), und sind auf einen Cerro gefahren und haben die gigantische Aussicht nochmal von oben betrachtet!
Seit 4 Tagen sind wir jetzt in Puerto Madryn, an der argentinischen Atlantikkueste ca 1300km suedlich von Buenos Aires. Hier is eigentlich echt schoen, also Meer und viele tolle Tiere, wie Delfine, Seeloewen, Seeelefanten und suesse Pingine, die einem so zwischen den Beinen rumlaufen, Guerteltiere und Guanacos, um mal die zu nennen, die wir gesehen haben . Leider haben wir keine Wale gesehen! Aber vom Tourismus haben die hier nicht so viel Ahnung, Preise sind ueberteuert und Service braucht man auch nicht so viel erwarten. Aber die Tiere sind schon cool!
Hier bleiben wir noch eine Nacht und morgen gehts weiter in den Sueden nach El Calafate zu den Gletschern.

Also Ihr seht, dass es mir grad nicht schlecht geht und es hier einiges zu sehen gibt.